WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der
ATX stieg um 1,08 Prozent auf 2.875,29 Punkte. Damit zeigte sich der Leitindex erholt von den Gewinnmitnahmen der vergangenen Tage.
An der Spitze der Kursliste zeigten sich Intercell (Intercell). Zum Wochenauftakt waren die Titel des Biotech-Unternehmens um mehr als 28 Prozent abgestürzt, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, eine Studie für einen neuen Impfstoff zu unterbrechen. Am Mittwoch nun konnten die Papiere um 5,43 Prozent auf 6,31 Euro zulegen und damit zumindest einen Teil ihrer Kursverluste wettmachen.
In den Blick der Anleger gerieten zudem die Titel der OMV . Profitieren konnten die Aktien zum einen von der Nachricht, dass der Ölkonzern bei seiner Erkundungsbohrung "Zola-1" im Nordwesten Australiens auf beträchtliche Mengen Erdgas gestoßen war. Darüber hinaus kursierten Händlern zufolge derzeit Gerüchte am Markt kursieren, wonach OMV möglicherweise den 36-Prozent-Anteil an dem Kunststoffhersteller Borealis an die International Petroleum Investment Co (IPIC) verkaufen könnte. Durch den Verkauf könnte das Unternehmen etwa eine Milliarden Euro einnehmen und dadurch eine Kapitalerhöhung noch etwas hinauszögern, so ein Marktteilnehmer. Zu Handelsschluss lagen OMV mit 2,67 Prozent im Plus bei 31,97 Euro.
Für Neuigkeiten sorgte auch der Bauriese Strabag. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge seine Wasserbau-Aktivitäten ausgebaut und angesichts der starken Nachfrage im europäischen Wasserbau 100 Prozent am deutschen Ingenieurwasserbau-Unternehmen Ludwig Voss übernommen. Dieses erziele mit seinen Dienstleistungen einen Jahresumsatz von etwa 20 Millionen Euro, hieß es. Strabag-Titel legten um 1,33 Prozent zu auf 22,82 Euro.
Darüber hinaus sorgten Analystenkommentare für Bewegung. So kletterten AT&S Austria Technologie & Systemtechnik(AT&S Austria TechnologieSystemtechnik) um 5,12 Prozent auf 15,00 Euro, nachdem die Analysten der Berenberg Bank ihre Anlageempfehlung für die Papiere von "Hold" auf "Buy" erhöht hatten. Das Kursziel wurde indes auf 17,50 Euro belassen.
Gleich mehrere Analystenhäuser meldeten sich zur Raiffeisen Bank International (RBI) (Raiffeisen Bank International) zu Wort, welche am vergangenen Freitag ihren Geschäftsbericht für 2010 vorgelegt hatte. So revidierten die Analysten von Morgan Stanley das Kursziel für die Titel des Kreditinstituts von 41 Euro auf 37 Euro nach unten. Das Anlagevotum "Underweight" wurde beibehalten. Begründet wurde dies mit den Bankenabgaben in Österreich und Ungarn. Diese würden das Ergebnis der RBI 2011 mit voraussichtlich 130 Millionen Euro belasten.
Die Analysten der UniCredit bestätigten derweil ihr "Hold"-Votum für die RBI-Aktien. Auch das Kursziel wurde bei 44,5 Euro belassen. Positiver bewerteten die Experten von HSBC die Titel der RBI. Sie bestätigten ihre Kaufempfehlung "Overweight" und beließen das Kursziel bei 52 Euro. Bis zur Schlussglocke zogen Raiffeisen-Papiere um 1,24 Prozent auf 39,49 Euro an. Auch der zweite große Bankenwert an der Wiener Börse, die Papiere der Erste Group Bank, verteuerte sich um 1,84 Prozent auf 36,06 Euro./bel/spe/APA/chs