WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat am Dienstag mit schwacher Tendenz geschlossen und damit an die massiven Verluste vom Vortag angeknüpft. Der
ATX fiel um 0,94 Prozent auf 2.094,27 Punkte. Nach einem freundlichen Start drehte der Markt so wie andere Börsen auch im Handelsverlauf wieder ins Minus. Der ATX notiert damit nur mehr wenige Punkte über seinem im Sommer markierten Zweijahrestief bei 2.080 Punkten. Händler berichteten von anhaltender Nervosität und Unsicherheit am Markt vor dem Hintergrund von Konjunkturängsten und der europäischen Schuldenkrise.
Die Umsätze am Markt seien weiter sehr gering. "Institutionelle Anleger halten sich derzeit komplett zurück.", sagte ein Aktienhändler. Die positiven Impulse einer überraschenden Intervention der Schweizer Notenbank gegen die Franken-Stärke wirkten am Wiener Aktienmarkt nur kurz. Auch der überraschend gut ausgefallene US-Einkaufsmanagerindex am Nachmittag konnte die Stimmung nicht aufhellen.
Unterschiedlich entwickelten sich die beiden Bankschwergewichte. Erste Group Bank stiegen bei gutem Volumen um 1,38 Prozent auf 22,80 Euro und konnten sich damit teilweise von den Vortagesverlusten erholen. Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) fielen hingegen um 1,10 Prozent auf 26,43 Euro.
Größere verluste gab es auch bei den ATX-Schwergewichten Voestalpine (voestalpine) (minus 1,90 Prozent auf 23,21 Euro) und OMV (minus 2,27 Prozent auf 25,80 Euro). größter Verlierer im prime market waren am Dienstag AT&S Austria Technologie & Systemtechnik(AT&S Austria TechnologieSystemtechnik) mit einem Minus von 6,63 Prozent auf 9,29 Euro.
Schwach notierten nach einer Analystenrückstufung auch die beiden Versorger. VERBUND schlossen 4,10 Prozent tiefer bei 24,57 Euro. EVN verloren 1,64 Prozent auf 11,09 Euro. Die Analysten der UniCredit haben ihre Einstufung für beide Titel von "buy" auf "hold" revidiert. Das Kursziel für die EVN wurde von 15,20 auf 11,50 Euro, das für die VERBUND -Aktie von 33,60 auf 26,10 Euro gesenkt.
Zumtobel verloren nach der Veröffentlichung von Ergebnissen 3,43 Prozent auf 13,23 Euro. Die Zahlen des Leuchtenherstellers waren Händlern zufolge etwas schlechter als erwartet und der Ausblick durchwachsen ausgefallen./mik/APA/stb