WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei schwachem Volumen und dünner Nachrichtenlage mit tieferen Notierungen beendet. Der
ATX fiel um 0,77 Prozent auf 1.880,44 Einheiten. Am Vormittag war noch die Emission zweier italienischer Staatspapiere im Blick. Bei der Auktion einer sechsmonatigen Anleihe konnte Italien zu deutlich günstigeren Konditionen und guter Nachfrage 9 Milliarden Euro einsammeln. Die Versteigerung zweijähriger Anleihen brachte weitere 1,733 Mrd. Euro ein.
Am Nachmittag sackte der Leitindex dann im Einklang mit dem europäischen Umfeld merklich ab. Die Aktienbörsen folgten laut Marktkreisen dem Euro, der im späteren Verlauf deutlich unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen war. Händler verwiesen in diesem Zusammenhang unter anderem auf Meldungen, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) noch keine Entscheidung im Hinblick auf neue Finanzhilfen für Ungarn getroffen hätte.
Ohne einheitliche Linie tendierten die beiden Bankenwerte. Während Erste Group (Erste Group Bank) moderate 0,11 Prozent auf 13,62 Euro zulegen konnten, gaben Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) um 2,89 Prozent auf 20,36 Euro nach. Die RBI-Mutter Raiffeisen Zentralbank (RZB) hat am Mittwoch Beschlüsse für frisches Kapital abgesegnet. Erneuert wurde ein Kapitalpolster. Demnach kann die RZB ihr Aktienkapital um etwa die Hälfte anheben. Dazu würden mehr als 3 Millionen junge Aktien emittiert, was bei Bedarf mehrere Milliarden frisches Kapital brächte.
Unter den Indexschwergewichten zeigten sich Voestalpine (VOGT electronic) (minus 2,67 Prozent auf 21,31 Euro) und Wienerberger (minus 2,49 Prozent auf 6,88 Euro) deutlich im Minus. Auch die beiden Ölwerte OMV (minus 1,37 Prozent auf 23,40 Euro) und Schoeller-Bleckmann (minus 1,70 Prozent auf 65,80 Euro) schlossen schwächer. bwin.party kletterten um 15,92 Prozent auf 1,90 Euro. Beflügelt worden seien die Aktien von der Neuauslegung eines Gesetzes durch das US-Justizministerium, das den Weg für die Legalisierung von Online-Poker ebne, hieß es./APA/edh