WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die letzte Sitzung des Jahres 2011 am Donnerstag mit leichten Gewinnen beendet. Der ATX stieg im Vergleich zum Vortag um 0,60 Prozent auf 1.891,68 Punkte. Der ATX beschließt damit allerdings ein schwaches Handelsjahr. Im Vergleich zum Vorjahresschluss rutschte er um 34,9 Prozent ab.
Auch das europäische Börsenumfeld zeigte sich zu Handelsschluss am Donnerstag zwar mit Gewinnen, dürfte an diesem Freitag das Börsenjahr aber ebenfalls mit einer negativen Bilanz beenden. Als dominierenden Belastungsfaktor nannten Experten die Euro-Krise. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2011 hielt dieses Thema die Märkte fest im Griff. Händlerkreisen zufolge dürfte sich dieser Trend auch im kommenden Jahr fortsetzen.
Unter den im Wiener Prime Market gehandelten Werten konnten 2011 lediglich zwei Titel einen Jahresgewinn verzeichnen: Schoeller-Bleckmann (SBO) und Strabag. Gegenüber ihrem Vorjahresschlusskurs legten SBO 1,39 Prozent zu, Strabag gewannen 7,44 Prozent. Einen Jahresverlust von jeweils mehr als die Hälfte ihres Wertes mussten indessen die Titel der beiden Bankenschwergewichte Erste Group (Erste Group Bank) (minus 61,43 Prozent) und Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) (minus 50,26 Prozent) hinnehmen.
Neue Unternehmensnachrichten blieben am Donnerstag Mangelware. Abschläge gab es unter anderem bei den Bankenwerten. Erste Group verloren 0,22 Prozent auf 13,59 Euro und Raiffeisen büßten 1,42 Prozent auf 20,07 Euro ein. Gut gesucht präsentierten sich indessen SBO (plus 3,68 Prozent auf 68,22 Euro), Voestalpine (VOGT electronic) (plus 1,69 Prozent auf 21,67 Euro) und Wienerberger (plus 1,29 Prozent auf 6,97 Euro)./bel/ste/APA/jha/