WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Mittwoch mit tieferen Notierungen beendet. Der
ATX fiel 19,79 Punkte oder 1,01 Prozent auf 1.938,36 Einheiten. Nach zwei positiven Handelstagen zu Jahresbeginn schloss das heimische Börsenbarometer zur Wochenmitte in einem schwachen europäischen Umfeld mit klaren Abschlägen. Belastet wurde das allgemeine Sentiment an den Märkten insbesondere von den Sorgen um die europäische Bankenbranche, hieß es von Händlern.
Wie heute bekannt geworden war, plant die Unicredit (UniCredito Italiano (vor Aktienzusammenlegung)) eine Kapitalerhöhung über 7,5 Milliarden Euro. Bei dieser muss die italienische Großbank einen drastischen Preisabschlag auf neue Aktien geben um diese bei den Investoren unterbringen zu können. Laut Marktteilnehmern hatte die Meldung die europäischen Banktitel zur Wochenmitte stark belastet. In einem Branchenvergleich des Euro-Stoxx-50 ging der Bankensektor als größter Verlierer aus dem Handel.
Auch die heimischen Kreditinstitute zeigten sich weit unten auf der Kurstafel. Erste Group (Erste Group Bank) büßten 3,76 Prozent auf 13,68 Euro ein, Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) sackten um satte 5,31 Prozent auf 20,16 Euro ab.
An der Wiener Börse waren Unternehmensnachrichten dünn gesät. Gesucht waren unter anderem Strabag (plus 2,77 Prozent auf 23,40 Euro), Voestalpine (VOGT electronic) (plus 1,54 Prozent auf 23,72 Euro) und Schoeller-Bleckmann (plus 1,79 Prozent auf 71,25 Euro).
Darüber hinaus tendierten die Titel der beiden Energiekonzerne Verbund (plus 0,77 Prozent auf 20,94 Euro) und EVN (plus 0,55 Prozent auf 10,94 Euro) im grünen Bereich. Die EnergieAllianz Austria (Bewag, EVN, Wien Energie) hat bekanntgegeben, ab 1. Januar 2012 den Gesamtpreis für Strom in Ostösterreich um rund 1,6 Prozent zu senken. Grund dafür sind niedrigere Ökostrombeiträge, die an die Kunden weitergegeben werden./bel/APA/she