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19.01.2012 18:34

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Aktien Wien Schluss: Bankaktien hieven ATX über 2.000er-Marke

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    WIEN (dpa-AFX/APA) - Angetrieben von den massiven Zugewinnen im Bankensektor hat die Wiener Börse am Donnerstag bei gleichzeitig hohem Volumen deutliche Zuwächse verzeichnet. Der ATX stieg um 2,06 Prozent auf 2.001,02 Einheiten und schloss damit erstmals seit Ende Oktober 2011 wieder über der Marke von 2.000 Zählern.

 

    Bankenwerte waren bereits im Früh- und Mittagshandel gut gesucht, einen zusätzlichen positiven Impuls lieferten am frühen Nachmittag aber die Ergebnisveröffentlichungen mehrerer US-Banken, die dem Sektor europaweit Auftrieb verliehen. Händler werteten die Ergebnisse sowohl von Morgan Stanley als auch von Bank of America als klar positiv. Im schwergewichtigen Wiener Bankensektor zogen Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) und Erste Group (Erste Group Bank) daraufhin kräftig an und schlossen schließlich als stärkste Werte im prime market mit Aufschlägen von 8,81 Prozent auf 21,00 Euro beziehungsweise 7,33 Prozent auf 14,65 Euro.

 

    Auf Platz drei im prime market fanden sich AT&S (AT&S Austria TechnologieSystemtechnik) ein, die um 6,41 Prozent auf 9,90 Euro stiegen. Der Leiterplattenhersteller hatte mitgeteilt, mit dem US-Hersteller flexibler Leiterplatten, MFLEX Multi-Fineline Electronix, eine strategische Partnerschaft in der Produktion von HDI Rigid-Flex Leiterplatten eingegangen zu sein. Beide Unternehmen würden weiterhin ihre Kernmärkte bedienen, könnten so aber eine neue Technologie in ihr Produktportfolio aufnehmen, hieß es von Unternehmensseite.

 

    Deutliche Zuwächse gab es auch bei Immofinanz (IMMOFINANZ Immobilien Anlagen), die sich als stärkster Immobilienwert um 4,11 Prozent auf 2,38 Euro verteuerte. Immofinanz-Vorstandschef Eduard Zehetner hatte sich im Rahmen einer Kapitalmarktveranstaltung im Hinblick auf die unmittelbare wirtschaftliche Zukunft der CEE-Länder, wo der Konzern 45 Prozent seiner Immobilien hält, "zwar nicht bullish, aber verhalten optimistisch" gezeigt. In den nächsten Jahren wolle man Immobilien im Wert von mehr als zwei Milliarden Euro verkaufen, das werde aber nicht zu schlechten Bedingungen geschehen, hieß es seitens der Immofinanz.

 

    Schwach schlossen indes Flughafen Wien mit einem Minus von 0,89 Prozent auf 27,90 Euro. Das Unternehmen hatte im Rahmen der Präsentation der Verkehrsergebnisse für 2011 die Aktionäre auf eine Halbierung der Dividende eingestellt. Der Dividendenvorschlag werde "nicht unter 50 Prozent des Vorjahresniveau liegen", hattee Flughafen-Finanzvorstand Günther Ofner mitgeteilt.

 

    Im Vorjahr hatte der Flughafen mit 21,1 Millionen beförderten Passagieren (plus 7,2 Prozent) ein neues Rekordaufkommen erzielt. Für 2012 wurde vor dem Hintergrund der absehbaren schwachen Konjunkturlage aber lediglich ein Passagierplus in der Bandbreite von 0 bis 1 Prozent in Aussicht gestellt.

 

    Klar vom allgemeinen Aufwärtssog erfasst wurde wiederum der Ziegelhersteller Wienerberger   (Wienerberger), die sich trotz einer Kurszielreduktion durch UBS um 1,94 Prozent auf 7,88 Euro verteuerten. Die UBS-Analysten hatten das Ziel für den heimischen Ziegelhersteller von 8,60 auf 8,00 Euro gekürzt, die Einstufung "neutral" aber unverändert beibehalten.

 

    Im grünen Bereich schlossen Telekom Austria , wenn sie auch mit einem Plus von 0,38 Prozent auf 9,24 Euro klar hinter der Gesamtmarktperformance zurück blieb. Die Ratingagentur Moody's hatte das Langfrist-Rating für das Telekomunternehmen wegen der zu erwartenden schwachen operativen Performance von A3 auf Baa1 gesenkt. Der Ausblick sei aber stabil, hieß es./ana/APA/he

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