WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat am Mittwoch bei hohem Volumen mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der
ATX stieg um 42,85 Punkte oder 1,62 Prozent auf 2.689,60 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 45 Punkte über der Händlerprognose. Nach einem positiven Start konnte der Markt sein Plus im Tagesverlauf weiter ausbauen. Händler begründeten die Gewinne mit dem freundlichen europäischen Börsenumfeld. Dort ging es nach positiv aufgenommenen Sitzungsprotokollen der US-Notenbank Fed und guten Unternehmensergebnissen von
Intel und JPMorgan (
JPMorgan ChaseCo) vielfach deutlich nach oben.
Angetrieben wurde der ATX am Mittwoch vor allem von den Gewinnen der Schwergewichte Erste Group (Erste Group Bank) und OMV . Erste Group stiegen um 2,74 Prozent auf 32,30 Euro. OMV legten vor dem Hintergrund steigender Ölpreise trotz einer Verkaufsempfehlung 2,98 Prozent auf 28,99 Euro zu. Die Analysten von Goldman Sachs hatten ihr Kursziel für die Aktie von 31 auf 29 Euro gesenkt und ihre Verkaufsempfehlung bekräftigt.
Größter Gewinner im Prime Market waren Wienerberger mit einem Kursplus von 3,97 Prozent auf 12,45 Euro. Gute Nachfrage verbuchten Händler auch für Andritz (plus 2,65 Prozent auf 54,58 Euro) und Voestalpine (VOGT electronic) (plus 2,07 Prozent auf 29,12 Euro).
Unter den weiteren Indexschwergewichten stiegen Raiffeisen (Raiffeisen International Bank-Holding) Bank International (RBI) um 0,65 Prozent auf 39,00 Euro. Seit Mittwoch notiert die Aktie unter ihrem neuen Namen an der Börse, da die Fusion der Raiffeisen Zentralbank mit der Raiffeisen International nun abgeschlossen ist.
Strabag stiegen um 1,66 Prozent auf 18,02 Euro. Am 15. Oktober läuft die Call-Option auf 25 Prozent plus 1 Aktie des Oligarchen Oleg Deripaska aus, der während der Finanz- und Wirtschaftskrise in finanzielle Turbulenzen geraten war. "Wir sind nach wie vor daran interessiert, wieder einer der Kernaktionäre der Strabag zu werden", sagte ein Sprecher des Deripaska-Firmenimperiums Basic Element am Mittwoch zur APA.
Unter Druck kamen A-Tec Industries und büßten 4,28 Prozent auf 6,43 Euro ein. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" dürfte das der Zeichnungsprozess für eine dringend benötigte neue Anleihe des Konzerns Ende vergangener Woche ein "Flop" gewesen sein./mik/APA/stw