WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener
Börse ist am Mittwoch bei schwachem Volumen mit etwas tieferen Notierungen aus dem Handel gegangen. Der
ATX fiel um 0,30 Prozent auf 1.960,34 Punkte. Auch das internationale Börsenumfeld tendierte mehrheitlich im roten Bereich. Marktteilnehmer verwiesen auf fehlende Impulse sowie die nur dünne Meldungslage zum österreichischen Aktienmarkt.
Die spanische Regierung hatte am Mittwoch neue Sparmaßnahmen und Reformen zur Bekämpfung der hohen Staatsverschuldung angekündigt. Nach Sitzungsende in Europa wird noch das Protokoll der US-Notenbank zur jüngsten Sitzung veröffentlicht.
In zehn EU-Großbanken mussten die jeweiligen Staaten aushelfen, das von der europäischen Bankenaufsicht bis 30. Juni vorgegebene Ziel von 9 Prozent hartem Kernkapital zu schaffen, wurde ferner bekannt. Die einbezogenen Österreicher (Erste Group (Erste Group Bank) und Raiffeisen (Raiffeisen Bank International)) haben diese Forderung wie erwartet von selber übererfüllt.
Bankenwerte zeigten sich in einem europäischen Branchenvergleich freundlich. Unter den österreichischen Finanzwerten zogen Erste Group um 1,08 Prozent auf 14,91 Euro an und Raiffeisen legten um 0,65 Prozent auf 26,25 Euro zu.
Für Unterstützung beim ATX sorgten zudem Voestalpine (VOGT electronic) mit einem Kursanstieg um 1,13 Prozent auf 20,52 Euro. Telekom Austria (ThyssenKrupp) konnten ihre Verlaufsgewinne nicht bis zum Handelsschluss verteidigen und schwächten sich um 0,59 Prozent auf 7,37 Euro ab. Verbund gewannen 1,37 Prozent auf 17,76 Euro.
Belastend für das Börsenbarometer wirkten die Abschläge bei den Aktien der OMV (OMV) (minus 2,20 Prozent auf 24,25 Euro). Wienerberger (Wienerberger) schwächten sich um 2,04 Prozent auf 7,25 Euro ab und Andritz (Andritz) büßten 1,70 Prozent auf 40,50 Euro ein./ger/APA/he