Wien (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Montag bei gutem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der
ATX fiel 62,26 Punkte oder 2,25 Prozent auf 2.705,51 Einheiten. Europas Börsen haben einen sehr schwachen Wochenauftakt hinter sich gebracht. Schon vor Börsenbeginn standen die Zeichen auf Sinkflug, nachdem einerseits die Vorgaben aus New York und Tokio negativ ausgefallen waren, und andererseits die Sorgen um die europäische Schuldenkrise zugenommen hatten.
Ratingagenturen verliehen den Bedenken der Marktteilnehmer Ausdruck und reduzierten vergangene Woche die Bonitätsnote für Griechenland sowie den Ausblick für Italien. Die heute vorgelegten Konjunkturdaten aus der Währungsunion bekräftigten die Pessimisten unter den Marktteilnehmern. So hat sich der Aufschwung in der Euro-Zone gemessen an den Einkaufsmanagerindizes im Mai so kräftig abgeschwächt wie zuletzt am Höhepunkt der Finanzkrise 2008.
Unternehmensnachrichten waren in Wien zu Wochenbeginn Mangelware, weshalb einige Analystenkommentare in den Blickpunkt traten. So hat die UniCredit die Verbund -Aktie von "hold" auf "buy" angehoben, die Titel verloren im schwachen Umfeld dennoch 0,95 Prozent auf 29,85 Euro. Die australische Investmentbank Macquarie Group hat ihr Intercell-Kursziel von 12,10 auf 10,70 Euro reduziert. Die Aktien des Impfstoffherstellers wurden am Markt gemieden und verloren 4,84 Prozent auf 5,52 Euro.
Eine Expertenstimme gab es auch zum Stahlhersteller Voestalpine (voestalpine) , dessen Aktien in einem negativen Branchenumfeld um 2,16 Prozent auf 32,11 Euro absackten. JP Morgan hatte das Kursziel von 44 Euro auf 46 Euro angehoben und die Kaufempfehlung "overweight" bekräftigt. Verhältnismäßig gering waren die Verluste bei Semperit (Semitool) , die um 0,12 Prozent schwächer bei 36,96 Euro schlossen. Die UniCredit hat ihr Kursziel von 43 auf 40 Euro gesenkt.
Weit in der roten Zone schlossen nach Dividendenabschlägen die Papiere von Telekom Austria (ThyssenKrupp) (minus 7,16 Prozent auf 9,13 Euro) und OMV (minus 3,96 Prozent auf 28,27 Euro). Allerdings müssen die Dividendenauszahlungen von 0,75 beziehungsweise 1,0 Euro je Anteilsschein bei den Kursbewegungen berücksichtigt werden. An ihrem ersten Handelstag im Segment prime market rutschten HTI um 6,29 Prozent auf 1,64 Euro ab.
Die Bankenwerte stießen ebenfalls auf Verkaufsinteresse. So notierten Erste Group Bank zur Schlussglocke um 1,31 Prozent tiefer bei 33,23 Euro und Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) Bank ließen 1,59 Prozent auf 36,31 Euro nach. Mit CA Immo Anlagen (plus 1,93 Prozent auf 13,20 Euro) und AT&S Austria Technologie & Systemtechnik(AT&S Austria TechnologieSystemtechnik) (plus 0,36 Prozent auf 15,42 Euro) schlossen überhaupt nur zwei Titel im prime market mit Kursgewinnen./sma/APA/fn