WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat am Montag mit kräftigen Kursverlusten geschlossen. Der
ATX schwächte sich um massive 3,61 Prozent auf 1.785,81 Punkte ab. Mangels fundamentaler Nachrichten orientierte sich der Aktienmarkt einmal mehr am gesamteuropäischen Börsengeschehen, wo zum Wochenstart die Skepsis bezüglich der Beschlüsse am vergangenen EU-Gipfel taktgebend war. Für Missstimmung sorgten Aussagen der Ratingagentur Moody's, die in Reaktion auf die Gipfelergebnisse an der Warnung vom November, die Kreditwürdigkeit aller EU-Staaten im ersten Quartal 2012 einer genauen Prüfung zu unterziehen, festhielt und kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung der angespannten Kreditmärkte anmahnte. Zusätzlichen Abwärtsdruck brachte eine schwächelnde Wall Street, die unter anderem unter einer Umsatzwarnung des weltgrößten Chipherstellers
Intel litt.
Die größten Abschläge waren europaweit im Finanzsektor zu beobachten - so auch in Wien, wo die schwergewichtigen Bankenwerte Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) und Erste Group (Erste Group Bank) um 9,03 Prozent auf 18,19 Euro und 6,14 Prozent auf 12,01 Euro abstürzten. Im Versicherungssektor verbilligten sich Vienna Insurance Group (VIG) um 3,53 Prozent auf 27,85 Euro, während UNIQA ein Plus von 0,66 Prozent 10,00 Euro einstreichen konnten. Versicherungswerte standen in ganz Europa im Blick, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit von 15 europäischen Versicherern unter Beobachtung gestellt hat.
Unter den übrigen Schwergewichten gaben Wienerberger um 5,26 Prozent auf 7,06 Euro nach, Voestalpine (VOGT electronic) und OMV beendeten die Sitzung mit Einbußen von 3,18 Prozent auf 19,64 Euro bzw. 3,15 Prozent auf 23,80 Euro. Etwas Unterstützung erhielt das heimische Börsenbarometer von der Telekom-Aktie, die mit einem Plus von 1,16 Prozent auf 8,77 Euro die Kurstafel anführte./ana/mik/DP/jha/