WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der
ATX fiel um 1,55 Prozent auf 1.818,23 Punkte. Nach einem turbulenten Vortag sei der Börsenhandel in ruhigen Bahnen verlaufen, hieß es. Am Mittwoch ging es europaweit rasant nach oben mit der abgesprochenen Aktion der führenden internationalen Notenbanken zur Sicherstellung der Liquiditätsversorgung an den Finanzmärkten. Am Berichtstag gab es eine leichte Gegenbewegung. Die Euro-Schuldenkrise sei damit ja noch nicht gelöst.
Die kräftigen Schwankungen an den weltweiten Finanzmärkten werden sich nach Einschätzung von Analysten auch im kommenden Jahr fortsetzen. Hohe Unsicherheit dürfte die Euro-Schuldenkrise weiter begleiten und zugleich dürfte die Eurozone in die Rezession rutschen. Die konzertierte Aktion der weltweit wichtigsten Notenbanken am Mittwoch auf den internationalen Geldmärkten kam für Experten als "positive Überraschung" und sei ein "erstes Signal in die richtige Richtung".
Zum heimischen Markt gab es am Berichtstag von Unternehmensseite fast keine Neuigkeiten. Ans untere Ende der Kursliste rutschten Lenzing mit einem Kursabschlag von 4,92 Prozent auf 63,94 Euro. Die Wienerberger-Aktie verbilligte sich um 3,67 Prozent auf 7,55 Euro. Im Immobereich verloren CA Immo um 3,85 Prozent auf 7,79 Euro.
Unter den Schwergewichten rasselten die OMV-Titel (OMV) um 3,54 Prozent auf 23,73 Euro nach unten. Gestern schossen die Titel des Öl- und Gasunternehmens noch um sieben Prozent in die Höhe. Negative Vorzeichen wiesen nach der Vortagesaufwärtsbewegung auch die Banken auf. Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) verbuchten einen Rückgang von 3,03 Prozent auf 16,97 Euro. Erste Group (Erste Group Bank) gaben 1,75 Prozent auf 12,60 Euro nach.
Voestalpine (VOGT electronic) schwächten sich um 2,68 Prozent auf 20,90 Euro. Die Experten der Raiffeisen Centrobank (RCB) hatten ihr Kursziel für den Stahlkonzern von 37,90 auf 23,50 Euro reduziert und die "Hold"-Empfehlung bekräftigt./ste/APA/tw