WIEN (dpa-AFX/APA) - Die Wiener
Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel satte 54,06 Punkte oder 2,90 Prozent auf 1.810,02 Zähler. Damit musste der Index in einem schwachen Börsenumfeld überproportionale Verluste einstecken. Belastet wurde er vor allem von der Talfahrt der voest-Aktie und der Schwäche der Bankenwerte.
Unter dem Eindruck der Schuldenkrise zeigten sich die Finanztitel europaweit schwach. In Wien rasselte die Erste Group-Aktie (Erste Group Bank) um 4,67 Prozent auf 13,26 Euro in die Verlustzone. Raiffeisen (Raiffeisen Bank International) knickten um 3,81 Prozent auf 16,40 Euro ein.
Ein beachtliche Minus in der Höhe von 9,19 Prozent auf 20,84 Euro gab es bei der Voestalpine (VOGT electronic) . Der Unternehmensausblick auf das Gesamtjahr schickte die Stahlaktie in den Keller, hieß es aus dem Handel. Konzernchef Eder gab nach der Präsentation der Halbjahreszahlen eine Gewinnwarnung aus und erwartet, dass das operative Ergebnis 2011/12 um zehn Prozent zum Vorjahr zurückgehen wird. Im Sommer hatte der Konzernchef noch ein klares Plus prognostiziert.
Gegen den Abwärtssog konnten sich die Post-Anteilsscheine mit einem Plus von 1,44 Prozent auf 21,80 Euro stemmen. Vor Börseneröffnung legte der Konzern seine Zahlen zu den ersten neun Monaten vor, die als besser als erwartet eingestuft wurden.
Andritz (Andritz) schwächten sich um 2,80 Prozent auf 63,28 Euro ab. Der Anlagenbauer erhielt in Großbritannien einen Auftrag im Volumen von 79,5 Millionen Euro.
Schoeller-Bleckmann (SBO) gaben ungeachtet einer positiveren Analstenmeinung um 3,01 Prozent auf 64,78 Euro nach. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters von 65 auf 72 Euro nach oben revidiert und das Anlagevotum "Buy" bekräftigt./ste/APA/she