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21.04.2011 18:11

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Aktien Zürich Schluss: Gut gehalten - Finanzwerte gesucht

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    ZÜRICH (dpa-AFX) - Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Gründonnerstag gut gehalten, aber unter seinem Tageshoch geschlossen. Die Anleger hätten sich vor dem langen Osterwochenende etwas vorsichtiger gegeben als die letzten Tage, hieß es im Markt. Dennoch sei die Aufwärtsbewegung der vergangenen beiden Tage - wenn auch abgeschwächt - fortgesetzt worden. Während verschiedene internationale Unternehmensresultate als Stütze gesehen wurden, gab es vom Ifo-Index aus Deutschland und zum Teil von Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag kleine Dämpfer.

 

    In der kommenden Woche stünden die Chancen auf weiter steigende Kurse gut, hieß es unter Marktbeobachtern. Die Liquidität sei unverändert hoch und zu den Dividendenpapieren böten sich derzeit wenig alternative Anlagemöglichkeiten.

 

    Der SMI schloss 0,19 Prozent höher bei 6.457,16 Punkten, in der verkürzten Karwoche legte der SMI damit um 0,9 Prozent zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,31 Prozent auf 1.027,01 Zähler. Der breite Swiss Performance Index (SPI) (SPI) legte um 0,30 Prozent auf 5.937,46 Punkte zu.

 

    Im Blickfeld der Anleger standen die Ölwerte Weatherford (-5,2 Prozent) und Transocean (-2,2 Prozent). Weatherford reagierten mit deutlichen Abgaben auf das von Analysten insgesamt als enttäuschend eingestufte Quartalsergebnis sowie den vorsichtigen Ausblick. Transocean wurden belastet von einer Klage des Ölkonzerns BP. Diese wirft Transocean vor, dass es ohne dessen "Fehlverhalten" nicht zu der Katastrophe gekommen wäre und klagt auf 40 Milliarden US-Dollar Schadenersatz. Transocean nannte die Klage einen "verzweifelten Versuch" von BP, die volle Verantwortung für die Umweltverschmutzung und die daraus entstehenden Kosten von sich zu weisen und hat Gegenklage eingereicht.

 

    Ebenfalls im Fokus waren in positivem Sinne die Finanztitel. Die Bankwerte UBS (+1,0 Prozent) und Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) (+0,8 Prozent) gehörten zu den Stützen des Markts. Die Aktien beider Institute seien und seien unter anderem in Erwartung guter Abschlüsse gestiegen, hieß es. Beide Banken werden nächste Woche ihre Quartalszahlen präsenteiren. Im Assekuranzsektor konnten Swiss Re (Schweizerische Rueckversicherungs-Gesellschaft) (+2,3 Prozent), Swiss Life (+1,8 Prozent) und Baloise (Bâloise-Holding) (+1,3 Prozent) deutlich zulegen. Baloise-Chef Martin Strebel hatte in einem Presse-Interview die Ziele des Versicherers bestätigt. Mit dem Effizienzsteigerungsprogramm sei man leicht im Vorsprung auf die Marschtabelle, hieß es auch. Zurich Financial Services (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) (+0,4 Prozent) hinkten etwas hinterher.

 

    Die prozentual größten Kursgewinne erzielten Givaudan (+3,4 Prozent). Morgan Stanley hatte die Einstufung der Titel auf "Overweight" angehoben. Die Aktien hätten im bisherigen Jahresverlauf 20 Prozent schlechter abgeschnitten als der Vergleichsindex und würden daher als Einstiegsmöglichkeit gesehen. Deutlicher zulegen konnten auch Sonova (+2,6 Prozent).

 

    Holcim (+1,8 Prozent) zogen ebenfalls deutlich an, nachdem JPMorgan die Abdeckung mit "Overweight" aufgenommen hatte. Holcim sei ein starkes mittelfristiges Investment, das erheblich profitieren dürfte, falls sich die Zementmärkte erholten, so der Kommentar.

 

    Gesucht waren auch weitere konjunktursensitive Papiere. So gewannen Adecco (Adecco SA) (+2,3 Prozent), Swatch (+1,6 Prozent), Clariant (+1,5 Prozent) und SGS (+1,5 Prozent) ebenfalls überdurchschnittlich. ABB (+0,5 Prozent) konnten von den teils etwas über den Erwartungen liegenden Q1-Zahlen des Mitbewerbers General Electric (General Electric (GE)) nur mäßig profitieren.

 

    Neben den Ölwerten fielen vor allem Novartis (-1,4 Prozent) durch Verluste auf. In den Pharma-Titeln seien nach dem deutlichen Anstieg im Zuge des sehr guten Quartalsausweises Gewinne mitgenommen worden, hieß es im Handel. Die weiteren SMI-Schwergewichte Roche (+0,2 Prozent) und Nestlé (+0,3 Prozent) notierten leicht fester.

 

    Actelion (-0,2 Prozent) verloren leicht. Der bisherige Verwaltungsrat (VR) scheint an Unterstützung zu gewinnen: So empfiehlt nun der Governance und Proxy-Berater Glass Lewis die Wahl von Actelions-VR-Kandidaten und rät mit einer Ausnahme auch zur Zustimmung für alle Generalversammlungs-Anträge des Unternehmens.

 

    Syngenta (Syngenta) (+0,2 Prozent) verdauten den Dividendenabgang von 7 Schweizerischen Franken gut. Geberit (-1,8 Prozent bzw. -3,60 Franken) rutschten lediglich wegen der Dividendenauszahlung von 6 Franken ins Minus.

 

Im breiten Markt gaben Meyer Burger (-2,2 Prozent) nach. Der Solarindustriezulieferer ist bei der geplanten Übernahme des deutschen Konkurrenten Roth & Rau (RothRau) einen weiteren Schritt voran gekommen. Mit den Erwerb von 6,34 Prozent des Aktienkapitals von OTB Group hält die Gesellschaft nun 17,7 Prozent. Allerdings sind nun auch zwei neue Gegenspieler auf den Plan getreten./rt/uh/AWP/he

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