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24.06.2013 18:04

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Aktien Zürich Schluss: Kräftiger Kursrutsch zum Wochenstart

Novartis zu myNews hinzufügen Was ist das?


    ZÜRICH (awp) - Der schweizerische Aktienmarkt ist mit deutlich tieferen Notierungen in die neue Woche gestartet. Sorgen bereiteten den Investoren vor allem eine mögliche Kredit-Klemme in China und das drohende Zurückfahren der geldpolitischen Massnahmen durch die US-Notenbank. Der Mix an Faktoren, der die Aktionäre weltweit schreckt, hat den SMI bereits die vergangenen fünf Handelswochen belastet. Derzeit gebe es für die Märkte Druck von allen Seiten, begründeten Händler die Verkäufe quer durch alle Branchen.

    Die hohe Nervosität am Markt zeigt sich auch in den erneut sehr hohen Werten des Volatilitätsindex VSMI, der sprunghaft in die Höhe schnellte. Mit der Sorge vor dem Ende der lockeren Fed-Politik rücken die am Dienstag zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturdaten in den Fokus. Diese dürften Volkswirten zufolge auf eine Erholung der US-Wirtschaft deuten - womit die Fed in ihrem Vorhaben bestätigt werden könnte, die Anleihenkäufe bald zu drosseln.

    Das wichtigste schweizerische Aktienbarometer, der Swiss Market Index (SMI), schloss am Montag 2,31 Prozent tiefer auf 7.249,47 Punkten. Damit ist der Index wieder auf den Stand von Mitte Januar 2013 zurückgefallen. Vor einem Monat hatte der SMI noch bei 8.300 Punkten notiert, dem höchsten Stand seit Anfang 2008. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab am MOntag um 2,28 Prozent auf 1.098,61 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 2,31 Prozent auf 6.681,37 Zähler nach. Die wichtigsten 30 Titel schlossen allesamt im Minus.

    Bei den größten Verlierern reihten sich Vertreter diverser Branchen ein; am meisten büßten Sika (-5,3 Prozent) ein. Davor lagen Sonova (-4,4 Prozent), Transocean (-3,6 Prozent), Richemont (-3,3 Prozent), Givaudan (-3,1 Prozent) und Actelion (-2,8 Prozent).

    Die Aktien des Lifesciencekonzerns Lonza verbilligten sich um 1,8 Prozent. Die Basler verlieren im Bereich der Entwicklung von Biosimilar-Produkten gegenüber der Novartis -Tochter Sandoz an Boden. Sandoz konnte den Start einer zulassungsrelevanten Studie einer Biosimilar-Version des Pfizer -Medikaments Enbrel ankündigen. Das Gemeinschaftsunternehmen Lonza/Teva Pharmaceuticals hinke einmal mehr hinterher, hieß es im Handel.

    Aber auch an den defensiven Pharma-Schwergewichten ging der Kursrutsch nicht spurlos vorbei. Für Novartis (-2,4 Prozent) wurden wie auch für Roche (-2,6 Prozent) deutlich tiefere Preise gezahlt. Die Papiere des Nahrungsmittelmultis Nestlé, normalerweise ein Zufluchtsort in unruhigen Zeiten, sackten um 2,3 Prozent ab.

    Am besten hielten sich die Versicherer, wo Zurich Insurance mit minus 1,0 Prozent und Swiss Re mit minus 1,3 Prozent zu Buche standen. Letztere hielt am MOntag ihren Investorentag ab und bestätigte die strategische Ausrichtung sowie die dazugehörigen Gruppen-Finanzziele 2015. Analysten begrüßten dabei insbesondere die im Life & Health-Geschäft angestrebte Steigerung der Profitabilität. Die Branchennachbarn Bâloise (-1,8 Prozent) und Swiss Life (-2,4 Prozent) gerieten etwas ins Hintertreffen.

    Die Banken hielten sich etwas besser als der Gesamtmarkt: Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) büssten 2,1 Prozent, Julius Bär 1,6 Prozent und UBS 2,2 Prozent ein. Der Genfer Anwalt Douglas (DOUGLAS) Hornung glaubt, dass Credit Suisse im Steuerstreit mit den USA mit einer Geldbuße von 1,2 Milliarden US-Dollar rechnen muss. Für Julius Bär ist aus Sicht von Hornung eine Buße in Höhe von mehreren hundert Millionen Franken realistisch.

    Die geringsten Abgaben verzeichneten am Montag die Papiere des Personaldienstleisters Adecco (Adecco SA) mit minus 0,6 Prozent./ra/AWP/he

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