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23.03.2011 18:32

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Aktien Zürich Schluss: Plus dank Nestlé - Unsicherheit

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    ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch mit moderaten Gewinnen geschlossen. Diese seien aber zu einem überwiegenden Teil dem Kursplus der Nestlé-Titel zu verdanken, hieß es am Markt. Denn von den US-Börsen oder dortigen Konjunkturdaten kamen keine positiven Impulse. Die Verkäufe neuer Häuser in den USA waren überraschend und deutlich gefallen, entsprechend verhalten zeigte sich die Wall Street.

 

    In den Köpfen der Anleger spuke ohnehin weiter die Katastrophe in Japan herum, sagten Händler. Entsprechend hoch sei die Unsicherheit. Auch richten sich die Augen wieder auf die EU-Schuldenkrise - ab dem morgigen Donnerstag tagen die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder und beraten über den Libyenkrieg, Atomangst und die Eurokrise.

 

    Der SMI schloss mit plus 0,47 Prozent auf 6.256,06 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,33 Prozent auf 998,25 Punkte, der breite Gesamtmarkt (SPI) stieg um 0,47 Prozent auf 5.690,02 Punkte.

 

    Den Gewinnen von Schwergewicht Nestlé (+1,8 Prozent) verdankte der SMI einen deutlichen Teil seines Kursplus. Die Titel des Nahrungsmittelkonzerns seien "nach unten ausgereizt und daher klar erholungsreif", so ein Marktbeobachter.

 

    Allen voran konnten sich Sonova mit plus 3,6 Prozent an der Spitze des SMI/SLI etwas von ihren massiven Verlusten erholen. Die Titel waren zuvor aufgrund einer Gewinnwarnung und Insiderverkäufen deutlich abgerutscht.

 

    Gefragt waren mit Synthes (+1,1 Prozent) und Nobel Biocare (+1,8 Prozent) neben Sonova weitere Medtech-Titel. Merrill Lynch hat in einem Strategiepapier den europäischen Gesundheitssektor als ungewöhnlich tief bewertet und durch Grossinvestoren vernachlässigt bezeichnet.

 

    Auch Roche (+0,8 Prozent) profitieren von dieser Studie. Novartis verloren hingegen 0,6 Prozent. Für einen Novartis-Inhalator bei Raucherhusten hat die US-Gesundheitsbehörde FDA die Prüffrist für die Zulassung um drei Monate verlängert, jedoch keine weiteren Daten verlangt. Der zuständige Analyst der Bank Vontobel bezeichnet den Schritt der FDA als nichts Ungewöhnliches und erwartet weiterhin die US-Zulassung.

 

    Zyklische Werte standen ebenfalls weit vorne. So gewannen Clariant 1,7 Prozent und SGS legten um 1,7 Prozent zu. Die Luxusgüterhersteller Swatch (-1,3 Prozent) und Richemont (-1,3 Prozent) fanden sich hingegen am Indexende. Neue Impulse könnten kurzfristig von der Uhrenmesse "Baselworld" kommen. Auch alle japanischen Aussteller seien angekündigt, allerdings war der Swiss-Flug aus Tokio nicht ausgelastet.

 

    Für die Großbanken ist die Stimmung weiter negativ, UBS fielen um 0,2 Prozent, CS gaben um 0,1 Prozent nach. Einzig Julius Bär hielten sich mit 0,9 Prozent im Plus. Händler verwiesen darauf, dass Griechenland offenbar vor einem Bankenkollaps warne. Versicherer waren ebenfalls unter den weniger beliebten Werten. Swiss Life Holding (Swiss Life) Holding (Swiss Life) schlossen mit 0,1 Prozent knapp im Plus, Bâloise fielen um 0,7 Prozent und Swiss Re (Schweizerische Rueckversicherungs-Gesellschaft) gingen unverändert aus dem Handel. Deren Mitbewerber Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) hatte am Vorabend eine Gewinnwarnung publiziert.

 

    Im breiten Markt profitierten OC Oerlikon von überraschend starken Zahlen und kletterten um 12,2 Prozent. Analysten zeigen sich von den Zahlen für 2010 positiv überrascht und sehen das Unternehmen für die Zukunft gut positioniert. Noch deutlicher ging es für Infranor mit plus 29,4 Prozent nach oben. Händler sahen hier allerdings keine neuen Nachrichten, nach den Zahlen in der vergangenen Woche sei die Aktie wohl wieder etwas in den Fokus gerückt.

 

    Flughafen Zürich hielten sich nach etwas besser als erwartet ausgefallenen Jahresergebnissen mit 0,3 Prozent im Plus, Comet stiegen um deutlichere 1,7 Prozent. Repower (REpower Systems)stiegen trotz eines Gewinnrückgangs und der Erwartung eines schwierigen Jahres um 3,0 Prozent.

 

    Ganz unten auf dem Kurszettel standen Aktien der Bellevue Group mit minus 12,0 Prozent, auch Orascom gaben um deutliche 4,6 Prozent nach. Seit Beginn der Unruhen in Nordafrika verlieren die Papiere an Boden./dm/dl/AWP/ksb

 

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