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07.01.2013 18:27

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Aktien Zürich Schluss: SMI etwas leichter - Bankaktien mit deutlichen Gewinnen

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    ZÜRICH (dpa-AFX) - Der bekannteste schweizerische Aktienindex SMI ist am Montag etwas leichter aus dem Handel gegangen. Das Börsenbarometer wies in einem nachrichtenarmen Umfeld keine großen Kursbewegungen vor. Bereits zu Handelsbeginn war das Plus äusserst gering und im Verlauf des Handelstages bewegte sich der SMI in einem schmalen Kursband von etwa 23 Punkten. In dem größtenteils impulslosen Handel standen Bankenaktien im Fokus der Investoren. Grund war die Lockerung der Liquiditätsvorschriften für das Regelwerk Basel III, was bei den Papieren zu Kursgewinnen führte.

 

    Ansonsten waren die Marktteilnehmer zurückhaltend und begaben sich in Wartestellung für die langsam anrollende Berichtssaison des Geschäftsjahres 2012. Bereits am Dienstagabend wird in den USA der Abschlussreigen mit den Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa traditionell eingeläutet. Somit gewinnen ab Mitte der Woche zusehends Meldungen aus der Unternehmenswelt für den Handelsverlauf an Gewicht. In der Schweiz müssen sich die Anleger noch bis nächste Woche gedulden, bis erste SMI-Konzerne ihre Bücher öffnen.

 

    Der SMI schloss mit 0,14 Prozent schwächer bei 7.049,30 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,10 Prozent auf 1.079,79 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) notierte 0,09 Prozent schwächer bei 6.502,07 Zähler. Von den 30 SLI-Werten notieren 11 fester und 19 schwächer.

 

    Die höheren Notierungen bei Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) (+3,0 Prozent), UBS (+1,9 Prozent) und Julius Bär (+1,5 Prozent) korrespondierten mit ähnlichen Aufschlägen bei den europäischen Konkurrenten. Im Handel wurden die Gewinne mit dem vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht gewährten Aufschub beim Aufbau der Liquiditätsreserven begründet. Am Sonntag hatte der Ausschuss beschlossen, den Geldinstituten für den schrittweisen Aufbau der Mindest-Liquiditätsquote die Frist um vier Jahre bis 2019 zu verlängern. Credit Suisse wurden zusätzlich von der Bestätigung der Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank gestützt.

 

    Zu den Gewinnern zählten auch die defensiven Swisscom mit eienm Kursanstieg von 0,5 Prozent nach einer Heraufstufung durch Goldman Sachs auf "Buy" von "Neutral". Die US-Bank meint, die Gesellschaft werde nach vier Jahren mit rückläufigem Ebitda und Free Cashflow wieder zu einem substanziellen einstelligen Wachstum zurückkehren.

 

    Uneinheitlich notierten die Versicherungswerte: Baloise (Bâloise-Holding) legten um 0,7 Prozent zu und Swiss Life gewannen 1,5 Prozent. Die Titel von Swiss Life konnten sich bis Handelsschluss deutlich in die Gewinnzone absetzen, nachdem die Papiere zunächst eine unstete Kursentwicklung aufgezeigt hatten. Der Markt schenkte einem Medienbericht nicht allzu viel Beachtung, der vom einem Verfehlen der Gewinnvorgaben der deutschen Tochter AWD für 2012 ausgeht. Unter Druck standen hingegen Swiss Re (Schweizerische Rueckversicherungs-Gesellschaft) mit einem Minus von 1,1 Prozent.

 

    Eine Sogwirkung entfalteten die schwergewichtigen Roche (-0,5 Prozent). In der ersten Tageshälfte tendierten die Genussscheinen noch in der Gewinnzone, korrigierten aber im Tagesverlauf deutlich in den Verlustbereich. Im Fokus standen die Papiere vor allem wegen den Aussagen des Roche-VR-Präsidenten Franz Humer. Humer hatte unter anderem den Gerüchten um einen erneuten Übernahmeversuch von Illumina eine Abfuhr erteilt. Darüber hinaus räumte Humer mit Spekulationen auf, wonach Konzernchef Severin Schwan später Verwaltungspräsident werden soll. Derweil notierten Novartis (-0,3 Prozent) und Nestle (Nestlé) (-0,4 Prozent) ebenfalls schwächer.

 

    Am Tabellenende standen Richemont (-1,5 Prozent), die im Jahr 2012 die prozentual grössten Gewinne im SMI verzeichnet hatten. Die Berenberg Bank bestätigte die Einstufung mit "Hold", weil zu erwarten sei, dass sich im Zeitraum 2012 bis 2015 das durchschnittliche jährliche Wachstum beim Umsatz und beim Gewinn auf 10 Prozent beziehunsgweise 14,4 Prozent verlangsamen werde. Die konjunktursensitiven Papiere von Kühne+Nagel (Kuehne + Nagel International) (-0,4 Prozent), ABB (-0,6 Prozent) und Geberit (-0,5 Prozent) verloren ebenfalls überdurchschnittlich. Adecco (Adecco SA) büssten 0,7 Prozent ein./mf/AWP/he

 

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