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04.04.2011 18:23

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Aktien Zürich Schluss: SMI schliesst im Minus - ZFS-Dividende belastet

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    ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Börse konnte am Montag nicht an die Performance von letzter Woche anknüpfen: Der wichtigste Aktienindex SMI schloss etwas leichter. Händler sprachen in erster Linie von Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg am Freitag (SMI +1,3 Prozent). Allerdings war das Minus im SMI zum Großteil dem Dividendenabgang bei Zurich Financial Services (ZFS) geschuldet.

 

    Insgesamt werde die Lage an den Aktienmärkten jedoch weiterhin relativ positiv eingeschätzt. Die ZKB etwa erwartet auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen zunächst eine holprige Seitwärts-Entwicklung mit temporären Rückschlägen. Mittelfristig, d.h. für die kommenden zwei bis vier Monate, gibt sie sich hingegen weiterhin vorsichtig optimistisch gestimmt. Aktien scheinen noch keineswegs überteuert, hieß es in einem Kommentar.

 

    Der Swiss Market Index (SMI)(SMI) schloss 0,39 Prozent tiefer bei 6.414,60 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI)büßte 0,44 Prozent auf 1.028,80 Zähler ein. Der breite Swiss Performance Index (SPI) (SPI), bei dem die Dividenden nicht herausgerechnet werden, verlor hingegen nur 0,05 Prozent auf 5.862,34 Zähler.

 

    Deutlich im Minus schlossen die Aktien des Versicherers ZFS(Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) (-7,3 Prozent bzw. -19,10 Franken). Die Papiere wurden ex-Dividende von 17 Franken gehandelt, was einen Großteil des Abschlags erklärte. Die übrigen Finanztitel tendierten uneinheitlich. Ebenfalls mit Verlusten zeigten sich Swiss Life (-1,3 Prozent), CS (-0,5 Prozent), Swiss Re (Schweizerische Rueckversicherungs-Gesellschaft) (-0,1 Prozent) und Julius Bär (-0,8 Prozent). Die UBS hat sich in einer Studie negativ zum Schweizer Privatbanksektor geäußert. Demnach seien die Erwartungshaltungen des Marktes an den Sektor zu ambitiös.

 

    Im Plus schlossen derweil UBS (+0,5 Prozent). Morgan Stanley hatte nach einer Investorenkonferenz für den europäischen Bankensektor das Rating für die Papiere der UBS mit "Overweight" bestätigt und sieht die Bank weiterhin als klaren Branchenfavoriten.

 

    Logitech (-3,4 Prozent auf 13,46 Franken) gehörten ebenfalls zu den großen Verlierern. Die Aktien des Mäuse-Herstellers hatten am Freitag nach einer Gewinnwarnung bereits knapp 16 Prozent verloren. Nun kam es zu diversen Kurszielsenkungen, etwa durch Morgan Stanley (auf 12,60 Franken), Citigroup (12,00 Franken), BNP (16,00), Goldman Sachs (16,00) oder Cheuvreux (12,00). Die Logitech-Aktie dürfte kurzfristig weiter unter Druck bleiben, hiess es in einem Kommentar.

 

    Unter Druck standen auch Weatherford (-1,8 Prozent), ABB (-1,2 Prozent) sowie Adecco (-1,1 Prozent). Letztere hatten am Freitag nach guten US-Arbeitsmarktzahlen 2,9 Prozent zugelegt, am Montag schlug nun die Deutsche Bank in einer Sektor-Studie vorsichtigere Töne an. Bei ABB seien am Markt Vorbehalte im Zusammenhang mit einer Untersuchung der europäischen Wettbewerbsbehörde gegen die Hersteller von Hochspannungsleitungen zu spüren gewesen, hieß es von einem Händler.

 

    Auf der Plusseite waren Sonova (+3,3 Prozent) im Blue-Chips-Segment größter Gewinner. Nach den Vorwürfen um Insiderdelikte letzte Woche und dem Rücktritt von CEO, CFO und VR-Präsident sei auch in nächster Zeit mit einer volatilen Entwicklung zu rechnen, hieß es.

 

    Ein klares Plus gab es auch bei Kühne+Nagel (+1,5 Prozent) sowie bei Clariant (+1,2 Prozent). Die Aktien des Chemieunternehmens profitierten laut Händlern von der Offerte des belgischen Kunststoffhersteller Solvay für den Mitbewerber Rhodia . Wegen des als großzügig beurteilten Angebots ziehe man hierzulande positive Rückschlüsse auf die Bewertung der hiesigen Chemieunternehmen.

 

    Bei den defensiven Werten zeigten sich vor allem Nestlé (+0,5 Prozent) stark, während Roche (-0,4 Prozent) und Novartis (unverändert) nicht mithalten konnten. Novartis-Konzernchef Joe Jimenez sagte bezüglich Druck auf die Medikamentenpreise in einem Interview am Wochenende: "Wir müssen uns anpassen, sonst enden wir im Haufen der Verlierer. Im Moment haben wir alle Chancen, zu den Gewinnern zu gehören./dl/ra/AWP/wiz

 

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