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14.07.2010 12:19

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AKTIENMARKT

DAX leidet unter Gewinnmitnahmen - Warten auf US-Daten

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Die DAX-Rally zeigt am Mittwoch erste Ermüdungserscheinungen
Gewinnmitnahmen haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch ausgebremst. Händler verwiesen auf die seit mehr als einer Woche anhaltende Marktrally.

Nachdem anfangs die bislang gut angelaufene US-Berichtssaison weiter Rückenwind gegeben hatte, stand der Dax (DAX) am Mittag noch minimale 0,05 Prozent höher bei 6.194,02 Punkten. Der TecDax (TecDAX) hielt sich mit Gewinnen von 0,51 Prozent auf 792,16 Punkte deutlich besser. Für den MDAX (MDAX) ging es indes um 0,51 Prozent auf 8.3663,32 Punkte nach unten. Zu Wochenbeginn hatte bereits Alcoa einen positiven Auftakt geliefert, und am Dienstag überraschte nach der Schlussglocke an der Wall Street auch Intel mit seinem jüngsten Quartalsbericht positiv.   

       "Nach den sehr guten Vorgaben aus Übersee sind wir heute morgen phänomenal gestartet, aber auch an der Börse wachsen die Bäume nicht in den Himmel", kommentierte Fidel Helmer, Chefhändler bei Hauck & Aufhäuser, das Marktgeschehen. Mit Blick auf die jüngste Kursrally sei es keine Überraschung, dass die Börse nun erst einmal wieder Luft hole. Zudem stünden am Nachmittag noch etliche US-Konjunkturdaten auf der Agenda.

     INFINEON UND DIALOG PROFITIEREN VON INTEL-ZAHLEN       

   Positive Branchennachrichten ließen den Aktienkurs von Infineon (Infineon Technologies) an der Dax-Spitze um 2,66 Prozent auf 5,318 Euro steigen. Neben den deutlich besser als erwarteten Zahlen des Chipherstellers Intel, der für die kommenden Monate mit starker Nachfrage rechnet, gab eine höhere Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML den Titeln Auftrieb. Für Aktien des TecDax-notierten Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor ging es um 2,95 Prozent auf 11,150 Euro hoch.

    Dagegen mussten RWE Verluste von 0,79 Prozent auf 54,95 Euro hinnehmen. Die HSBC stufte die Aktien des Versorgers ab und empfiehlt nun eine Untergewichtung. Angesichts der Brennelementesteuer und der ab 2013 anstehenden Änderungen beim Handel von Emissionsrechten gerieten die Finanzen des Versorgers unter Druck, schrieb Analyst Adam Dickens. Die Dividende sei in Gefahr.

         Aktien von Südzucker (Suedzucker) notierten nach endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010/11 prozentual unverändert bei 15,440 Euro. Europas größter Zuckerproduzent steigerte den Überschuss nach Minderheiten deutlich von 48 auf 72 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 88 auf 149 Millionen Euro und der Umsatz um knapp neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Der Konzern hatte bereits Ende Juni Eckdaten vorgelegt. Seine Gesamtjahresprognose bestätigte Südzucker. Ein Händler sah die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Für Anteilsscheine von Kabel Deutschland ging es hingegen um 0,89 Prozent auf 24,475 Euro hoch, nachdem Goldman Sachs die Beobachtung mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hat.

     GEWINNMITNAHMEN NACH ZAHLEN BELASTEN GERRESHEIMER  

        Trotz besser als erwarteter Zahlen und höherer Prognosen für das laufende Jahr drehten Gerresheimer-Titel schnell ins Minus und büßten 1,79 Prozent auf 27,980 Euro ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien des Spezialverpackungsherstellers seit Monatsbeginn in der Spitze um knapp 17 Prozent und damit doppelt so viel wie der MDax zugelegt hatten. Analysten lobten die Aussagen des Unternehmens.

         Für Anteilsscheine von CTS Eventim (CTS EVENTIM) ging es um deutliche 7,58 Prozent auf 39,095 Euro bergab. Am Vortag nach Börsenschluss hatte der im SDax (SDAX) gelistete Tickethändler mitgeteilt, er weise die von Live Nation erklärte Kündigung des bestehenden Kooperationsvertrags als "prozesstaktisches Manöver ohne jede sachliche und rechtliche Grundlage" zurück. Zudem kündigte CTS Eventim zusätzliche Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe gegen das auf Live-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit spezialisierte Unternehmen an. Ein Händler sagte indes, CTS Eventim habe nach dem überraschenden Zusammenschluss von Live Nation mit Ticketmaster im vergangenen Jahr bereits früher substanzielle Schadensersatzforderungen für den Fall einer Beendigung bestehender Verträge angekündigt. (dpa-AFX)

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