Eine Gruppe von
Siemens-Aktionären will die geplante
Osram-Abspaltung gerichtlich verhindern.
Der Münchener Industriekonzern hält die Klage zwar für unbegründet und will die Abspaltung weiter vorantreiben. Wegen der Klage kommt der April als Termin dafür aber nicht mehr in Frage.
"Die Siemens-Aktionäre haben uns auf der Hauptversammlung Ende Januar mit einer überwältigenden Mehrheit von über 98 Prozent den klaren Auftrag gegeben, Osram über den Weg der Abspaltung an die Börse zu bringen. Dieses Mandat werden wir zügig und zuverlässig im Interesse unserer Aktionäre umsetzen", erklärte Siemens-Finanzchef Joe Kaeser am Freitag laut einer Pressemitteilung.
Die bisherige Planung von Siemens sah vor, dass die Erstnotiz von Osram in Frankfurt und München "frühestens im April" erfolgen soll. Die Abspaltung kann aber erst wirksam werden, wenn sie in die Handelsregister von Berlin und München eingetragen ist. Die Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage der Aktionärsgruppe bewirkt nun eine Registersperre. Siemens hat beim Oberlandesgericht München eine Aufhebung dieser Registersperre mit dem Ziel beantragt, trotz der Klage die umgehende Eintragung der Abspaltung in die Handelsregister zu erwirken. Dies dauert aber Zeit, ein Börsengang im April wird deshalb nicht mehr möglich sein.
Dow Jones Newswires
Bildquellen: Osram