DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Europas größter Versicherer
Allianz hat Ärger mit seinen Vertretern. Die Interessengemeinschaft der Vertretervereinigung, die rund 10.000 Allianz-Agenten repräsentiert, boykottiert die Verhandlungen über den Geschäftsplan 2010, wie das Magazin "Wirtschaftswoche" (Montag) berichtet. Die Vertreter forderten eine bessere Bezahlung und warteten auf ein Angebot des Vorstands. "Stattdessen wird im Geschäftsplan 2010 die Latte für die Bonifikationen noch einmal höher gelegt", sagte ein Vertreter dem Magazin.
Die gestaffelten Provisionen machten laut "Wirtschaftswoche" etwa zehn Prozent der Bruttoeinnahmen in den Agenturen aus. Obwohl die Außendienst-Tochter des Konzerns, die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV), Nachbesserungen zugesagt habe, sei Vorstand Mathias Scheuber zuletzt mit leeren Händen zur Verhandlung erschienen, zitiert das Magazin die Interessengemeinschaft. Die Agenten-Vertreter wollten erst wieder verhandeln, wenn die Allianz konkrete Vorschläge vorlegt.
Die Allianz bedauert die Funkstille. Die Differenzen seien jedoch überbrückbar, sagte ein Sprecher am Sonntag. Den Abbruch der Gespräche wertete er als "politisches Signal". Auf allen anderen Ebenen sprächen beide Seiten weiterhin miteinander./stw