HARTFORD (Dow Jones)--Die Allianz SE und Hartford Financial Services Group Inc haben sich auf geänderte Konditionen für die Beteiligung der Münchener beim US-Versicherer geeinigt. Hintergrund ist eine am Freitag angekündigte Kapitalerhöhung der im US-Bundesstaat Connecticut ansässigen Versicherungs- und Investmentgesellschaft.
Im Oktober hatte die Allianz angekündigt, insgesamt 2,5 Mrd USD für den Einstieg bei Hartford zu investieren. Für 750 Mio USD erwarb der DAX-Konzern dabei neu ausgegebene Hartford-Vorzugsaktien zum Stückpreis von 31 USD je Anteilsschein. Weitere 1,75 Mrd USD stecke die Allianz in nachrangige Schuldtitel, die Hartford zehn Jahre nach der Ausgabe zu pari zurückkaufen könne, hieß es damals. Die jährliche Verzinsung betrage 10%.
Ferner erhielt die Allianz die Option, in den kommenden sieben Jahren für 1,75 Mrd USD Hartford-Stammaktien zu erwerben. Hier liegt der Ausübungspreis bei 25,32 USD. Die Laufzeit dieser Option sei nun auf zehn Jahre verlängert worden, teilte Hartford am Freitag mit. Außerdem erhalte die Allianz eine Kompensationszahlung von 200 Mio USD.
Hintergrund ist die angekündigte Kapitalerhöhung des US-Versicherers. Diese hatte zuvor mitgeteilt, für bis zu 750 Mio USD neue Aktie auszugeben. Wie es weiter heißt wird Hartford am Bankenrettungsprogramm TARP der US-Regierung teilnehmen. Das Unternehmen habe eine Berechtigung, 3,4 Mrd USD aus dem TARP zu erhalten.
Die Hartford-Aktie ging am Donnerstag mit 14,08 USD aus dem Handel.
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