Der Versicherungskonzern Allianz will einem Pressebericht zufolge Milliardenbeträge in die Offshore-Anbindung von Windparks über das Stromnetz von Tennet investieren. Es seien bereits Gespräche mit dem niederländischen Stromnetzbetreiber geführt worden - allerdings ohne Ergebnis, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Offenbar wolle sich Tennet nicht auf eine klare Strategie festlegen und verhandele parallel auch mit weiteren Investoren.
Die Allianz würde sich mit ihren Investitionen am Anschluss von Hochsee-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee beteiligen. Seine Pläne hat der Versicherungskonzern laut Spiegel auch schon beim Bundeswirtschaftsministerium in Berlin vorgestellt. Ein Allianz-Sprecher wollte sich zu den Informationen nicht äußern.
Tennet war in den vergangenen Monaten in die Kritik geraten, weil das Unternehmen die dringend benötigten Anschlussleitungen für große Offshore-Windparks nicht rechtzeitig bereit stellen konnte. Teilweise verzögern sich Projekte um mehr als ein Jahr, weil die Niederländer das entsprechende Kapital bislang nicht aufbringen konnten. Deswegen sucht das Unternehmen Investoren und hatte Mitte Januar mit dem japanischen Mischkonzern Mitsubishi auch schon eine erste Vereinbarung abgeschlossen.
Für Versicherungen wie die Allianz ist der Einstieg in große Infrastrukturprojekte sinnvoll. Das Engagement verspricht über lange Jahre verlässliche und kalkulierbare Erträge, während die Geldanlage an den Kapitalmärkten eine immer kleinere Rendite abwirft. Allianz-Finanzvorstand Oliver Bäte hatte bereits im Oktober 2012 angekündigt, dass der Versicherungskonzern Investitionen in Offshore-Windparks prüft.
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February 08, 2013 09:07 ET (14:07 GMT)
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