NEW YORK (dpa-AFX) - Der US-Kreditkartenkonzern
American Express legt die Axt an seiner Belegschaft an. Rund 5.400 Jobs sollen gestrichen werden, wie das Unternehmen am späten Donnerstag am Sitz in New York verkündete. Momentan arbeiten 63.500 Menschen bei American Express. Ein Teil der jetzt wegfallenden Jobs soll allerdings im Laufe des Jahres an anderer Stelle neu aufgebaut werden.
Der Abbau findet quer durchs Unternehmen statt und betrifft sowohl die Mitarbeiter in den USA als auch außerhalb. Besonders hart wird es diejenigen Beschäftigten treffen, die sich um Geschäfte rund ums Reisen kümmern. Hintergrund ist nach Angaben von American Express, dass immer mehr Transaktionen online ablaufen.
QUARTALSGEWINN ÜBER ERWARTUNGEN
Die Stellenstreichungen kosten American Express nach Steuern 287 Millionen US-Dollar (179 Mio Euro). Weitere Belastungen in ähnlicher Höhe fallen durch Mitgliederprogramme und nachträgliche Rückerstattungen an. Unter dem Strich bleiben als Gewinn im vierten Quartal noch 637 Millionen Dollar übrig. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen fast das Doppelte verdient. Je Aktie verdiente American Express um Einmaleffekte bereinigte 1,09 Dollar, die Erträge beliefen sich auf 8,1 Milliarden Dollar. Beim Gewinn übertraf das Unternehmen damit die Erwartungen von Experten, die Erlöse waren in der eingetroffenen Höhe vorhergesagt worden. Im nachbörslichen Handel legten American-Express-Papiere um ein knappes Prozent zu./das/DP/he