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14.04.2011 20:50

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Andreae-Noris Zahn: Ergebnis unter Druck

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG) hat am Donnerstag die Zahlen für die ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2011 veröffentlicht. Dabei war die Geschäftsentwicklung des Pharmagroßhändlers von gegenläufigen Tendenzen geprägt.

Während die Konzernumsatzerlöse um 3,9 Prozent auf 2,18 Mrd. Euro stiegen, ging das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) in Folge der Sparmaßnahmen durch den Gesetzgeber in Deutschland um 10,2 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro zurück.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011 hat sich das Wachstum im deutschen Arzneimittelmarkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozentpunkte verlangsamt. Allerdings ist der Umsatz auf Basis der Abgabepreise pharmazeutischer Unternehmen (APU) um 2,7 Prozent gewachsen. Die Marktentwicklung wird in erheblichem Maße durch die Eingriffe des Gesetzgebers mit dem GKV-Finanzierungsgesetz (GKVFinG) und dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) beeinflusst.

Der Umsatz des pharmazeutischen Großhandels in Deutschland stieg um 2,5 Prozent, womit der Großhandelsmarkt leicht unterproportional zum Arzneimittelmarkt wuchs. Der wesentliche Grund dafür sind die aktuell wieder zunehmenden Direktbelieferungen durch die Pharmaindustrie. Der Anteil des Direktgeschäfts am Gesamtmarkt stieg wertmäßig auf 16,2 Prozent an, nach 15,8 Prozent im Geschäftsjahr 2010.

Die Arzneimittelmärkte in Rumänien, Kroatien und Litauen, in denen die ANZAG mit Unternehmensbeteiligungen präsent ist, haben sich gut entwickelt: In Rumänien wuchs der Arzneimittelmarkt im zweiten Halbjahr 2010 um 11,3 Prozent. Der kroatische Arzneimittelmarkt konnte im selben Zeitraum um 4,3 Prozent zulegen. Dagegen sank der litauische Arzneimittelmarkt leicht um 1,2 Prozent.

Die ANZAG-Aktie schloss heute in Frankfurt mit einem Minus von 0,14 Prozent bei 28,01 Euro. (14.04.2011/ac/n/nw)

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