EMFIS.COM - Johannesburg 08.08.2011 (www.emfis.com)
Unterm Strich durchaus erfreuliche Halbjahreszahlen für das laufende 2011er-Geschäftsjahr konnte unlängst AngloPlat kommunizieren. Sowohl der Platin-Ausstoß als auch der Ertrag wurden erkennbar gesteigert. Der operative Gewinn legte gegenüber den ersten sechs Monaten 2010 um 26 Prozent auf 4,75 Milliarden Südafrikanische Rand zu. Netto verdiente das südafrikanische Unternehmen 3,233 Milliarden Rand, was ebenfalls einem Anstieg um 26 Prozent entspricht. Der freie Cashflow aus der operativen Tätigkeit explodierte förmlich um 159 Prozent von 1,831 auf 4,745 Milliarden Rand. Dadurch gelang es der Gesellschaft ihre Netto-Verbindlichkeiten von 8,2 auf 4,3 Milliarden Rand annähernd zu halbieren.
Kosten runter, Produktion raufDa der Platinpreis in der ersten Jahreshälfte 2011 nicht unbedingt Bäume ausreißen konnte, ist der ansehnliche Gewinn-Anstieg in erster Linie auf die höhere Platin-Produktion zurückzuführen. Der Ausstoß des teuren Edelmetalls legte um 17 Prozent auf 1,17 Millionen Unzen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres zu. Diesbezüglich hatten einige Markt-Teilnehmer allerdings mit mehr gerechnet. Trotzdem bestätigte das Unternehmen sein Ziel, bis Ende 2011 2,6 Millionen Unzen
Platin zu erzeugen. Da es in der ersten Jahreshälfte zu diversen Produktions-Ausfällen in wichtigen Minen gekommen war, ist diese Prognose sicherlich als realistisch zu bezeichnen. Um den Gewinn auch weiterhin überproportional erhöhen zu können, will das Unternehmen zudem auf die Kostenbremse drücken, nachdem die finanziellen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Platin-Förderung im ersten Halbjahr 2011 um 13 Prozent auf 12.991 Rand in die Höhe schnellten. Im den zweiten sechs Monaten sollen die Förderkosten im Durchschnitt auf 12.000 Rand je Feinunze zurückgehen.
Ungeachtet des im Wesentlichen überzeugenden Zahlenwerks ist bei der
Aktie von AngloPlat ein gewisses Maß an Vorsicht bestimmt nicht verkehrt. Für den Fall, dass die globale Konjunktur in eine neuerliche Schwächephase zurückfällt, wird sich das auf den Platinpreis negativ auswirken und dürfte die künftigen Umsätze und Gewinne nicht unerheblich belasten.