DAX6.142-2,0%  Dow12.394-0,2%  Euro1,2323-0,3% 
ESt502.094-1,2%  Nas2.827-0,4%  Öl99,97-1,6% 
TDax737,8-1,8%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.552-0,6% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neuAusblickIR-DatenAnleihen
handeln

aktualisiert: 12.12.2011 15:53

Senden
ANLAGESTRATEGIE

Indexinvestments: Raus aus dem Stress!

Deutsche Post zu myNews hinzufügen Was ist das?



Strategien für langfristige Outperformance
Statt in DAX, Euro Stoxx oder andere bekannte Indizes anzulegen, ist es klüger, besser konstruierte Varianten zu kaufen oder strategisch vorzugehen.

von Emmeran Eder, €uro am Sonntag

Es ist der alte Anlegertraum: weniger Risiko und trotzdem mehr Rendite. Scheinbar ist das ein Widerspruch. Wer mehr verdienen will, muss sich im Regelfall an den Börsen auch ­höheren Verlustgefahren aussetzen. Viele Anleger erfuhren das in den vergangenen Jahren leidvoll.

Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Bereits in den 50er-Jahren hat der US-Ökonom Harry M. Markowitz nachgewiesen, dass sich mit einem gut diversifizierten Portfolio, dessen einzelne Positionen wenig Abhängigkeiten aufweisen, das Gesamtrisiko senken lässt – ohne dass deswegen auf Gewinn verzichtet werden muss.

Dieses Prinzip kann auf Börsen­barometer übertragen werden. Meistens werden die einzelnen Mitglieder nämlich nur nach der Marktkapitalisierung und dem Ausmaß der Han­dels­umsätze ausgesucht und gewichtet. Die Korrelation der Einzelwerte zueinander und ihre Schwankungsstärke (Volatilität) spielen selten eine Rolle. „Aus Sicht der Portfoliotheorie sind marktkapitalisierungsgewichtete Indizes aber nicht optimal“, sagt Konrad Sippel, verantwortlich für die globale Indexentwicklung beim In­dex­anbieter Stoxx, der die Indizes der Deutschen Börse berechnet.

Daher hat die Deutsche Börse mehrere Börsenbarometer nach den Prinzipien von Markowitz konstruiert: die DAXplus-Minimum-Variance-Indizes. Es gibt sie beispielsweise auf DAX und S & P 500. Von den 30 DAX-Aktien werden nur diejenigen herausgepickt, die die niedrigste Schwankungsbreite der vergangenen zwölf Monate aufweisen und deren Kurse sich relativ unabhängig voneinander bewegen. Durch das zweite Kriterium wird die Klumpenbildung einzelner Sektoren wie etwa Autos, Banken oder Versicherungen vermieden.


Hier gehts zum aktuellen Heft

Viele defensive Aktien
Derzeit sind zwölf eher defensive Titel im DAX-Bruder vertreten: Adidas, Beiersdorf, Deutsche Börse, Deut­sche Post, Deutsche Telekom, Fresenius, FMC, Henkel, Linde, Merck, Munich Re und SAP. Alle drei Monate wird die Zusammensetzung geprüft und die Gewichtung wieder auf maximal zehn Prozent gekappt.

Die Indexvarianten laufen gut. Seit Auflage des Zertifikats auf den DAXplus-Minimum-Variance-Germany-Index Anfang August 2007 liegt es bis heute mit fünf Prozent im Plus (siehe pdf-Chart), der DAX selbst dagegen ist 19 Prozent im Minus. Zusätzlich hätten Anleger mit dem deutschen Leitindex mehr Stress gehabt. Denn dessen historische 30-Tage-Volatilität betrug 30 Prozent, verglichen mit 24 Prozent beim risikoloseren Pendant. Vor allem in den Abwärtsphasen während der Finanzkrise und in den vergangenen Monaten wurde die Mehrrendite erzielt. In der Hausse von März 2009 bis Juli 2011 war der DAX überlegen.

Ähnlich sieht das Bild beim S & P 500 aus. Hier beträgt die Outperformance des US-Minimum-Variance-Pendants seit August 2007 umgerechnet in Euro sogar 32 Prozentpunkte, bei einer um zwölf Prozentpunkte geringeren historischen 30-Tages-Volatilität (18 statt 30 Prozent).

Viele Anleger schlafen mit der Minimumvariante aber immer noch nicht gut. Sie suchen nach noch weniger Risiko. Dieses finden sie bei Vontobel. Zwar bildet auch die Schweizer Bank mit Zertifikaten passiv Aktien- oder Rohstoffindizes nach. Anders als bei Standard-Indexinvestments wird bei Bedarf aber ein Teil oder sogar das gesamte Kapital aus den risi­ko­reichen Assets abgezogen und im Geldmarkt geparkt. Handlungsbedarf sehen die Eidgenossen, wenn die Volatilität anzieht. Denn Baissen sorgen in der Regel für hohe Schwankungen. Vice versa sinkt die Volatilität wieder, wenn die Börsen haussieren.

Ein quantitativ-mathematisches System auf Basis von Volatilität und der Risikokennzahl Value-at-Risk übernimmt die Feinsteuerung und bestimmt das Verhältnis von Aktien- oder Rohstoffmarkt zum Geldmarkt. Monatlich wird die Gewichtung überprüft und neu ausgerichtet.

Das System funktioniert
„Ziel ist es, mit dem besten Chance-Risiko-Verhältnis in spekulativen Märkten zu investieren und trotz weniger Volatilität vergleichbare Renditen wie mit Direktanlagen zu erzielen“, erklärt Heiko Geiger, Zertifikate­experte bei Vontobel, die Idee. Bei allen vier Produkten, die im März 2008 emittiert wurden, ging das Konzept auf. Die Managed-Risk-Zertifikate auf den Schweizer Leitindex SMI und den S & P 500 erzielten seit Auflage bis Anfang Dezember 2011 eine fast identische Rendite wie die Basiswerte, die jährliche Volatilität war beim SMI-Modell mit knapp zehn Prozent aber um 14 Prozentpunkte niedriger als beim Index selbst. Beim S & P-500-System betrug der Volatilitätsvorsprung sogar 18 Prozentpunkte.

Noch erfolgreicher agierten die Managed-Risk-Modelle auf den Rohstoffindex GSCI und den Euro Stoxx 50. Neben der ebenfalls weit geringeren Volatilität konnte hier als Bonbon eine deutlich bessere Rendite als mit den Basisindizes verbucht werden. Während der GSCI seit März 2008 um 38 Prozent nachgab, rutschte das Managed-Risk-Modell nur um 13 Prozent ab. Beim Euro Stoxx 50 war das System mit minus zehn Prozent dem Index um 19 Prozent überlegen.

„Durch die weit geringeren Verluste in Bärenphasen infolge der Umschichtung in den Geldmarkt wird die Mehrrendite erzielt. In der Hausse ist das Modell auch konservativ und steigt erst bei etablierten Trends wieder verstärkt an den Börsen ein. Das hat zur Folge, dass es an den hohen Anfangsgewinnen nach dem Turnaround an den Aktien- und Rohstoffmärkten weniger partizipiert“, erklärt Roman Kormann von der Swiss Quant Group, die das Modell für Vontobel entwickelt hat. 2008 und seit August 2011 verloren die Managed-Risk-Zertifikate auf den GSCI und den Euro Stoxx 50 viel weniger als ihre Basiswerte. Das ist ihr Erfolgsgeheimnis. So war der maximale Kursrutsch in der Finanzkrise beim GSCI-Modell nur halb so hoch, beim Euro-Stoxx-50-Pendant betrug er nur ein Viertel des Minus des Vergleichsbarometers. Grund: Der Geldmarktanteil beim GSCI-Papier lag nach der Lehman-Pleite bei 55 Prozent, beim Euro Stoxx 50 bei 71 Prozent. „Unser Modell eignet sich für alle Anleger, die ihre Nerven schonen wollen“, sagt Kormann.

Fest steht: Sowohl mit den Managed-Risk- als auch mit den Minimum-Variance-Zertifikaten werden aus Anlegerträumen keine Albträume.

Investor-Info

Minimum Variance Germany
Risikoarmer DAX-Bruder

Autos, Banken und Versorger fehlen derzeit im Minimum-Variance-Germany-Index, der zwölf defensive Titel umfasst. Wer davon überzeugt ist, dass es nach der Baisse jetzt wieder rasch aufwärtsgeht, sollte den DAX bevorzugen. Wer skeptisch ist oder langfristig anlegt, für den eignet sich dagegen das RBS-Zertifikat, das die risikoarme DAX-Variante abbildet. Die Dividenden sind enthalten, die Jahresgebühr ­beträgt ein Prozent, der Spread 1,8 Prozent.

Minimum Variance USA
Erfolg mit defensiven Titeln

Das Dollarrisiko nimmt das Zertifikat auf die S & P-500-Variante Anlegern nicht ab. Dafür erhalten sie die Dividenden. Der Mini-Index ist trotz seiner derzeit nur zwölf Titel viel schwankungsärmer als das breite US-Barometer. Größte Positionen sind Kraft Foods, McDonald’s, Johnson & Johnson, Procter & Gamble und Philip Morris. Der S & P-Klon entwickelte sich seit August genau umgekehrt wie der S & P 500 – steil aufwärts. Jahresgebühr: 1,0 Prozent.

Managed Risk Euro Stoxx
Pessimistisch bezüglich Europa

Nur zu 17 Prozent ist das Managed-Risk-Zertifikat von Vontobel auf den Euro Stoxx 50 gegenwärtig in Euroaktien investiert, der Rest wird zum Euribor-Satz verzinst. Anleger erhalten die Dividenden, die Jahresgebühr ist 0,96 Prozent. Wer wenig Vertrauen in die Eurozone hat, liegt hier richtig. Optimisten kaufen dagegen besser den Euro Stoxx 50 selbst.

Managed risk Rohstoffe
Optimistisch bezüglich Öl

Beim GSCI-Index funktionierte die Managed-Risk-Strategie von Vontobel bisher besonders gut. Öl und Gas dominieren mit einem Anteil von 70 Prozent das Rohstoffbarometer. Das Vontobel-Zertifikat ist momentan nur zu 37 Prozent im Geldmarkt investiert und zu 63 Prozent im GSCI. Anleger erhalten sowohl die Tagesgelderträge als auch Zinsen für das Kapital, das für die Rohstoff-Futures nicht benötigt wird. Es können Roll- und US-Dollar-Währungsverluste entstehen. Die Jahresgebühr beträgt 1,44 Prozent.

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
VW krempelt seine Führung um. DAX schließt leicht im Minus -- Überraschender Einbruch des Chicago Einkaufsmanagerindex -- Dow Jones und Nasdaq können Verluste aufholen -- Deutsche Bank, EADS im Fokus
Microsoft kündigt Vorabversion von Windows 8 an. Euro - Weiter knapp über 22-Monatstief. Munich Re - Erdbeben in Italien kein bedeutender Schaden. CTS EVENTIM übernimmt Hammersmith Apollo in London. Klage gegen Deutsche Telekom abgewiesen. Talfahrt der Ölpreise gewinnt wieder an Tempo. » mehr
13.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank Deutsche Telekom (dpa-afx)
06.05.12
Neue Updates zu Adidas, BMW, Commerzbank und Infineon (dpa-afx)
08.05.12
Commerzbank-Aktie vor Bilanzvorlage unter Druck (EMFIS)
28.05.12
Updates zu Bayer, BMW, Commerzbank, Intel und Siemens (dpa-afx)
08.05.12
Deutsche Post: Gelb schreibt schwarz (finanzen.net)
10.05.12
Allianz, Deutsche Post: Keine Panik (Der Aktionär)
09.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Eon, SAP und Solarworld (dpa-afx)
08.05.12
Updates zu Deutsche Bank, Deutsche Telekom, MAN und Metro (dpa-afx)
VW krempelt seine Führung um. DAX schließt leicht im Minus -- Überraschender Einbruch des Chicago Einkaufsmanagerindex -- Dow Jones und Nasdaq können Verluste aufholen -- Deutsche Bank, EADS im Fokus
Microsoft kündigt Vorabversion von Windows 8 an. Euro - Weiter knapp über 22-Monatstief. Munich Re - Erdbeben in Italien kein bedeutender Schaden. CTS EVENTIM übernimmt Hammersmith Apollo in London. Klage gegen Deutsche Telekom abgewiesen. Talfahrt der Ölpreise gewinnt wieder an Tempo. » mehr
13.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Deutsche Bank Deutsche Telekom (dpa-afx)
06.05.12
Neue Updates zu Adidas, BMW, Commerzbank und Infineon (dpa-afx)
08.05.12
Commerzbank-Aktie vor Bilanzvorlage unter Druck (EMFIS)
28.05.12
Updates zu Bayer, BMW, Commerzbank, Intel und Siemens (dpa-afx)
08.05.12
Deutsche Post: Gelb schreibt schwarz (finanzen.net)
10.05.12
Allianz, Deutsche Post: Keine Panik (Der Aktionär)
09.05.12
Updates zu Allianz, Commerzbank, Eon, SAP und Solarworld (dpa-afx)
08.05.12
Updates zu Deutsche Bank, Deutsche Telekom, MAN und Metro (dpa-afx)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Deutsche Post AG zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
30.05.12Deutsche Post kaufenIndependent Research GmbH
30.05.12Deutsche Post buyCommerzbank Corp. & Markets
30.05.12Deutsche Post kaufenNational-Bank AG
25.05.12Deutsche Post kaufenNational-Bank AG
14.05.12Deutsche Post kaufenDie Actien-Börse
30.05.12Deutsche Post kaufenIndependent Research GmbH
30.05.12Deutsche Post buyCommerzbank Corp. & Markets
30.05.12Deutsche Post kaufenNational-Bank AG
25.05.12Deutsche Post kaufenNational-Bank AG
14.05.12Deutsche Post kaufenDie Actien-Börse
05.04.12Deutsche Post neutralCitigroup Corp.
03.04.12Deutsche Post equal-weightMorgan Stanley
22.03.12Deutsche Post haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
12.03.12Deutsche Post haltenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
09.03.12Deutsche Post haltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
30.09.11Deutsche Post verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
20.05.11Deutsche Post verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
15.03.11Deutsche Post verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
11.11.10Deutsche Post verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
01.09.10Deutsche Post verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Post AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen