Von Madeleine Nissen
Die Deutsche Bank will es weiter ohne Kapitalerhöhung schaffen, die schärferen regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Das wurde bei der Analystenkonferenz am Morgen deutlich. Co-Vorstandschef Anshu Jain erklärte dabei, dass die Bank durch den weiteren Abbau von Risiken die Kapitaldecke stärken will. Im vergangenen Quartal hat sie das geschafft und dabei einen Milliardenverlust in Kauf genommen. Ihre Kernkapitalquote (Tier 1) konnte die Bank im Gesamtjahr bei voller Umsetzung von Basel III auf acht Prozent erhöhen. "Dies entspricht einer Kapitalerhöhung von mindestens 8 Milliarden Euro für das Jahr 2012", erklärte die Bank.
Der Aktienmarkt honorierte diese Strategie mit einem Kursplus von drei Prozent im frühen Handel. Das Ausbleiben einer Kapitalerhöhung sei der entscheidende Kurstreiber, da dies während der Zahlenveröffentlichung nicht ausgeschlossen werden konnte, sagte ein Händler. Die Aktionäre können sogar mit einer Dividende von 0,75 Euro rechnen.
Um die Risiken zu senken hatte die Bank bereits Ende vergangenen Jahres eine Abwicklungseinheit gegründet. Die darin gelagerten Risiken werden mit Hochdruck abgebaut. Denn die schärferen Regeln fordern: Je riskanter ein Geschäft ist, desto mehr müssen Finanzinstitute Geld zur Seite legen. Damit sollen sowohl die Kunden der Banken geschützt als auch teure Rettungen auf Kosten der Steuerzahler vermeiden werden.
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January 31, 2013 03:28 ET (08:28 GMT)
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