04.02.2013 18:57
Bewerten
 (0)

Arbeitgeber attackieren Rentenkonzepte von Regierung und Opposition - Zeitung

   Die Wirtschaft geht auf Gegenkurs zur Rentenpolitik von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und den Mütterrentenplänen der CSU. Lebensleistungsrente und Ausweitungen bei den "sogenannten Mütterrenten würden nicht nur langfristig bis zu 16 Milliarden Euro jährlich Mehraufwendungen verursachen, sondern sind auch konzeptionell nicht überzeugend", heißt es in einem Beschluss des Präsidiums der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der dem Handelsblatt vorliegt.

   Alle Parteien seien aufgefordert, "die rentenpolitischen Reformerfolge der vergangenen Jahre nicht zu gefährden" und "von milliardenträchtigen Leistungsausweitungen abzusehen".

   Arbeitsministerin von der Leyen will mit der Lebensleistungsrente niedrige Ansprüche langjährig Versicherter erhöhen. Sie sollen für jeden Euro Rentenbeitrag mehr Rente gutgeschrieben erhalten als jemand, der genauso viele Jahre eingezahlt hat, aber dank höheren Einkommens höhere Beiträge zahlen konnte. Die BDA sieht darin einen Angriff auf den Kern des Rentenrechts, die Beitragsäquivalenz.

   Bei der Mütterrente der CSU, bei der vor dem Jahr 1992 geborene Kinder in der Rentenversicherung genauso berücksichtigt werden sollen wie nach 1992 geborene Kinder, schrecken die Wirtschaft vor allem die hohen Kosten von 13 Milliarden Euro jährlich.

   Auch an den Rentenkonzepten von SPD und Grünen lassen die Arbeitgeber kein gutes Haar. Hauptgrund sind auch hier die Kosten von bis zu 90 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030, neben denen sich die derzeitigen "Rekordreserven" der Rentenversicherung von 29,4 Milliarden Euro eher mager ausnehmen. Der Politik empfiehlt die BDA daher: Lebensleistungsrente und Ausweitung der Kindererziehungszeiten sollten schlicht "unterbleiben".

   DJG/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   February 04, 2013 12:27 ET (17:27 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 27 PM EST 02-04-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt deutlich fester -- Daimler stellt höhere Dividende in Aussicht -- US-Börsen mit positiven Vorzeichen -- Telekom, Axel Springer, Siemens im Fokus

BMW ruft in USA 140 000 Fahrzeuge zurück. Streiks bei Amazon gehen weiter. Deutsche-Bank-Tochter legt CFTC-Streit bei. Aeroflot und Lufthansa Technik erweitern ihre Zusammenarbeit. Gerry Weber übernimmt Hallhuber. Russland muss Bank mit 433 Millionen Euro stützen. DIW: Kluft zwischen Arm und Reich wächst nicht mehr.
Welche Begriffe wurden in Deutschland am häufigsten gesucht?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Wie viele verkaufsoffene Sonntage sollte es Ihrer Meinung nach pro Jahr geben?