MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die IG Metall und der Betriebsrat des Telefonnetz-Ausrüsters Nokia Siemens Network (NSN) (
Nokia)
kämpfen gegen die angekündigten Standortschließungen und Verkäufe. "Die IG Metall wird alles daran setzen, dass NSN die Planung der Schreckenswoche so nicht umsetzt. Der Widerstand wird spürbar sein", sagte der Unternehmensbeauftragte der Gewerkschaft, Michael Leppek, am Montag in München. Gesamtbetriebsratschef Clemens Suerbaum warf dem NSN-Management Wort- und Vertrauensbruch vor.
Der angeschlagene finnisch-deutsche Konzern hat angekündigt, die Nürnberger Tochter NSN-Services mit 1000 Mitarbeitern in einem Jahr zu schließen. Auch der NSN-Fertigungs- und Entwicklungsstandort in Bruchsal bei Karlsruhe mit 250 Mitarbeitern soll 2014 abgewickelt werden. Die Kundendienst- und die Glasfasersparten mit zusammen 3100 Mitarbeitern sollen verkauft werden.
Gewerkschaft und Betriebsrat forderten die NSN-Eigentümer Nokia und Siemens auf, das NSN-Management wegen Unfähigkeit abzulösen. Die Schließungs- und Abwicklungspläne müssten zurückgenommen, neue Produkte aufgesetzt und neue Märkte erschlossen werden. NSN schreibt seit der Gründung 2007 nur Verluste und fährt jetzt einen harten Sanierungskurs mit dem Abbau von weltweit 17 000 Stellen und der Konzentration auf breitbandige Mobilfunknetze./rol/DP/zb