BRISBANE (dpa-AFX) - In der Übernahmeschlacht um den australischen Kohleförderer Macarthur haben der weltgrößte Kohlekonzern Peabody (
Peabody Energy) und der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal ein milliardenschweres gemeinsames Angebot vorgelegt. 15,50 australische
Dollar (11,67 Euro) je
Aktie wollten die beiden Unternehmen zahlen und eine Kontrollmehrheit von mindestens 50,01 Prozent erreichen, teilte Macarthur am Montag mit. Damit liegt der Angebotswert für das komplette Unternehmen bei 4,7 Milliarden australischen Dollar (3,54 Mrd Euro).
Der Verwaltungsrat von Macarthur will das Angebot zunächst genauer bewerten. Aktionäre sollten daher erst einmal abwarten. Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres werben diverse Bergbau- und Rohstoffkonzerne um die Australier. Macarthur hat bereits eine Reihe von Angeboten abgelehnt, unter anderem auch das von Peabody. ArcelorMittal ist an Macarthur bereits mit 13,98 Prozent beteiligt. Der weltgrößte Stahlkonzern baut seit einiger Zeit eine eigene Rohstoffversorgung, um sich von den Preisschwankungen auf dem Weltmarkt unabhängiger zu machen.
Macarthur ist im australischen Bundesstaat Queensland beheimatet und einer der größten Kohleförderer des Landes. Seine Spezialität ist sogenannte PCI-Kohle (Pulverized Coal Injection). Die pulverisierte Kohle gilt als begehrter Ersatz für die bei der Stahlherstellung normalerweise verwendete Kokskohle./stb/enl/wiz