11.02.2013 07:02
Bewerten
 (1)

Asmussen erwartet Zypern-Hilfe bis Ende März

Gegen Wechselkursziele: Asmussen erwartet Zypern-Hilfe bis Ende März | Nachricht | finanzen.net
Gegen Wechselkursziele

EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sieht keine Alternativen zu einem Hilfspaket für Zypern und erwartet, dass dieses bis Ende März steht.

Außerdem sprach er sich in einem Interview mit dem Handelsblatt gegen Wechselkursziele aus. Die Grundposition der Europäischen Zentralbank sei unverändert: "Wir haben kein Wechselkursziel."

   Eine Verschleppung der Entscheidung über Zypern, das er als systemrelevant bezeichnete, bis nach der Bundestagswahl im September werde nicht funktionieren. "Wenn Zypern keine externe Hilfe erhält, rutscht es in die Zahlungsunfähigkeit." Dann stünden die erreichten Fortschritte bei der Bewältigung der Euro-Krise auf der Kippe. Er sprach sich auch für eine Beteiligung des Internationalen Währungsfonds aus.

   Die Unterstützung werde aber an harte Bedingungen geknüpft, sagte Asmussen. Dazu zähle die Verkleinerung des Bankensektors und mehr Transparenz im Finanzsektor. Der Vorwurf, Zypern sei eine Schwarzgeldoase, sollte durch externe Prüfer wie eine internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft untersucht werden. Angesichts des auf 17 Milliarden Euro geschätzten Finanzbedarfs müsse das Hilfsprogramm so gestrickt sein, dass die Schulden - ähnlich wie bei Griechenland - für das Land tragfähig sind. Die Finanzlücke entspreche in etwa dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von Zypern.

   Die Idee von Wechselkurszielen hat Asmussen zurückgewiesen. Dafür gebe es keinen Grund. Wechselkurse sollten marktbasiert sein, sagte er in Reaktion auf Vorschläge von Frankreichs Präsident Francois Hollande. Wichtiger seien die Reformen in den Staaten selbst. Für Länder wie Griechenland, Portugal und Spanien seien nicht die Wechselkurse entscheidend, sondern die Wettbewerbsfähigkeit. Die werde vor allem von Lohnstück- und Bürokratiekosten, Produktivität und Überregulierung beeinflusst.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 19 AM EST 02-10-13

Bildquellen: Paul Cowan / Shutterstock.com, iStock/goralikus
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

Asiens Börsen leichter -- Weitere Reformen: Griechen fügen sich ihrem Schicksal -- Intesa SanPaolo winkt bei Generali ab -- Fusion von Deutscher Börse und LSE wackelt

Deutsche Bank kommt beim Stellenabbau voran. Arbeiternehmervertreter in Sorge um Jobs bei STADA. Samsung will mit hochwertigem Tablet 'Galaxy Tab S3' punkten.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am besten ab?
Jetzt durchklicken
Diese 10 Automobil Neuheiten gibt es bei der Detroit Auto Show 2017
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
BMW AG519000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610