25.08.2013 15:15
Bewerten
 (4)

Athen: Drittes Hilfspaket höchstens zehn Milliarden Euro schwer

   ATHEN (AFP)--Sollte Griechenland tatsächlich ein drittes Rettungsprogramm benötigen, würde sich dieses nach Schätzung der Regierung in Athen auf rund zehn Milliarden Euro belaufen. Eine Zahl "in dieser Größenordnung" prognostizierte Finanzminister Giannis Stournaras im Gespräch mit der griechischen Sonntagszeitung "Proto Thema". Sofern ein neues Rettungspaket fällig wird, könnte dies nach Ansicht des Ministers aber - anders als bisher - keine zusätzlichen Spar- und Reformauflagen für Athen mehr enthalten.

   "Wenn es einer neuen Unterstützung Griechenlands bedarf, wird sie in der Größenordnung von zehn Milliarden Euro sein, also viel kleiner als die früheren Memoranden", sagte Stournaras mit Blick auf die bisherigen beiden Rettungspakete im Umfang von insgesamt 250 Milliarden Euro. "Unsere Verpflichtungen sind schon bis 2016 festgelegt und es ist nicht möglich, neue Konditionen zu bestimmen", fügte Stournaras hinzu.

   Die bisherigen Kredite waren an die Bedingung geknüpft gewesen, dass Athen drastische Ausgabenkürzungen, Privatisierungen und Verwaltungsreformen vornimmt. Außerdem hatten private Gläubiger auf rund 107 Milliarden Euro ihrer Forderungen verzichtet.

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die Diskussion um weitere Griechenland-Hilfen aufs Neue entfacht, als er in der laufenden Woche auf einer Wahlkampfveranstaltung in Norddeutschland ein drittes Hilfspaket in Aussicht stellte. Einen Schuldenschnitt schloss er - ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - abermals aus.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/flf (END) Dow Jones Newswires

   August 25, 2013 08:44 ET (12:44 GMT)- - 08 44 AM EDT 08-25-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen schließen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

träger

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?