Griechischer Finanzminister sieht keine Einigung mit Troika vor EU-Gipfel

Insgesamt müssen die Ausgaben um 13,5 Milliarden Euro gekürzt werden, um die Anforderungen der Troika-Inspektoren von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zu erfüllen. "Wir versuchen es, aber ich glaube nicht, dass wir das schaffen", sagte Stournaras nach einem Treffen mit Ministerpräsident Antonis Samaras. "Die Verhandlungen werden nach dem EU-Gipfel weitergehen", ergänzte der Finanzminister. Er verhandelt seit Anfang September mit den Abgesandten der Geldgeber. Immer wieder ließ er durchblicken, kurz vor einer abschließenden Einigung zu stehen. Doch bisher wurde noch jede Frist gerissen.
Ein Abkommen mit der Troika ist die Voraussetzung dafür, dass das taumelnde Euro-Mitglied die nächste Hilfstranche aus dem Rettungsprogramm in Höhe von 31 Milliarden Euro ausgezahlt bekommt. Danach entscheiden die Finanzminister endgültig darüber, ob das Geld fließt.
Die Inspektoren drängen die Regierung zu weiteren, höchst unpopulären Schritten, wie die Kürzung des Arbeitslosengeldes und die Verlängerung der Arbeitswoche auf sechs Tage. Doch das stößt auf Widerstand. "Wir wollen nicht, dass die Arbeitslosenhilfe angetastet wird", sagte ein Mitarbeiter des Arbeitsministeriums, der an den Verhandlungen teilnimmt.
Von Stelios Bouras und Nektaria Stamouli ATHEN Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/chg/bam Dow Jones Newswires< October 15, 2012 10:59 ET (14:59 GMT)Weitere Links:







