07.04.2013 10:25
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Auch Bundesbankpräsident Weidmann will Banken abwickeln - dapd

   Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat sich dafür ausgesprochen, ein "Abwicklungsregime" für Banken im Euroraum zu schaffen. "Es geht darum, dass wir Banken, die in Schieflage geraten sind, nicht immer mit dem Geld der Steuerzahler retten müssen", sagte Weidmann im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Als Lehre aus der Zypern-Krise müssten Banken auch "verursachergerecht abgewickelt" werden können, ohne eine Gefahr für das Finanzsystem zu schaffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dapd.

   Zugleich äußerte der Bundesbankpräsident Verständnis, dass bei Einlegern nach der Zypern-Rettung Zweifel aufgekommen sind. "Dieser Unsicherheit gilt es jetzt entgegenzutreten, indem wir zeigen, dass durch die verschiedenen Regeln, die jetzt aufgestellt werden, solche Schieflagen weniger wahrscheinlich geworden sind", sagte er.

   Mit Blick auf das angeschlagene Euroland Slowenien lehnte Weidmann ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank ab: "Wenn Slowenien einen Finanzierungsbedarf hat, dann ist der richtige Adressat der ESM, also der Rettungsfonds", betonte der Bundesbankchef. Schließlich sei der Notenbank eine Finanzierung von Staaten laut EU-Verträgen verboten. "Aus guten Gründen", fügte Weidmann hinzu, "weil sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass diese Politik Begehrlichkeiten weckt, die am Ende die Aufmerksamkeit auf das Ziel der Preisstabilität gefährden können."

   DJG/dapd/thl

   (END) Dow Jones Newswires

   April 07, 2013 03:55 ET (07:55 GMT)

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