31.07.2013 13:41
Bewerten
(0)

Volkswagen feiert Comeback im zweiten Quartal

Auf Kurs zu Jahreszielen: Volkswagen feiert Comeback im zweiten Quartal | Nachricht | finanzen.net
Auf Kurs zu Jahreszielen
Nach heftigen Gewinneinbrüchen zum Jahresstart hat Europas größter Autobauer Volkswagen im zweiten Quartal die Kurve gekriegt und ist zurück auf Kurs zu seinen Jahreszielen.
Obwohl die Krise auf dem Heimatkontinent den Herstellern kaum Luft zum Atmen lässt, überraschten die Wolfsburger alle Experten mit mehr operativem Gewinn als vor einem Jahr. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente VW 3,44 Milliarden Euro nach 3,38 Milliarden im zweiten Quartal 2012. "Wir haben nach einem verhaltenen Jahresstart deutlich an Boden gutgemacht und in einem schwierigen Marktumfeld ein solides Ergebnis erzielt", sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Mittwoch.

    Damit hat VW nach sechs Monaten die Hälfte seines angepeilten operativen Gewinns von 11,5 Milliarden Euro erreicht. "Der Volkswagen-Konzern steht unverändert zu seinen Zielen für das laufende Geschäftsjahr", bekräftigte Winterkorn. Dazu gehören auch Zuwächse bei Umsatz und den Verkaufszahlen - die schienen aber im Gegensatz zum prognostizierten Gewinn ohnehin nie in Gefahr. Die Finanzwelt begrüßte die Zahlen. "Der Volkswagen-Konzern spielt nach wie vor in seiner eigenen Liga", lobte etwa NordLB-Analyst Frank Schwope. Die VW-Vorzugsaktie lag am Mittag im Dax noch gut 0,5 Prozent im Plus.

PORSCHE UND CHINA HALTEN VW AUF KURS

    Dass es auch auf der Ergebnisseite wieder besser aussieht, haben die Niedersachsen vor allem ihrer jüngsten Tochter Porsche und ihrem boomenden Chinageschäft zu verdanken. Die Sportwagenschmiede steuerte seit Januar knapp 1,3 Milliarden Euro operativen Gewinn bei - und schlüpfte dabei erst im August 2012 komplett unter das Konzerndach. Vorher flossen die Gewinne noch gar nicht in das operative Ergebnis ein - insofern sind die Halbjahresgewinne eigentlich nur bedingt vergleichbar. Klar ist aber: Porsche zieht. Die Schwaben kommen mit ihren 78 000 Autos zum Halbjahr fast auf so viel Ebit-Beitrag wie die Kernmarke VW-Pkw, die im selben Zeitraum fast 2,4 Millionen Fahrzeuge losschlug und damit knapp 1,5 Milliarden Euro Ebit erreichte.

    Volkswagens mit Abstand größter Einzelmarkt China warf in diesem Jahr bislang 2,34 Milliarden Euro für den Konzern ab. Dieses Geld findet sich wegen der Geschäftsstruktur der deutsch-chinesischen Gemeinschaftsunternehmen aber nur im Finanzergebnis der Wolfsburger wieder und treibt nicht den operativen Gewinn nach oben. Dafür treibt China den Konzernabsatz: Mit 1,54 Millionen Autos legten die Verkäufe bis Juni um fast ein Fünftel zu. Dadurch kletterte auch die weltweiten Auslieferungen um gut fünf Prozent (4,8 Millionen).

KRISE IN EUROPA BELASTET WEITER

    Dagegen spürt Volkswagens Kernmarke VW mit Modellen wie dem Golf oder Passat die Krise in Europa an allen Ecken und Enden. Mit knapp 1,5 Milliarden Euro lag ihr operativer Gewinn im ersten Halbjahr rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Im ersten Quartal war er sogar um rund die Hälfte eingebrochen. Die Vertriebskosten, die den Trend zu Rabatten widerspiegeln, liegen rund 700 Millionen Euro über dem Niveau der ersten Jahreshälfte 2012.

    Auch die Schwestermarke Audi büßte trotz satter Zuwächse beim Absatz Gewinn ein. Auch dort wird zur Erklärung auf den Rabattdruck verwiesen; der Konzern könne sich dem intensiven Wettbewerb und den daraus resultierenden Belastungen nicht vollständig entziehen.

KONKURRENT TOYOTA WILL ANGEBLICH 10-MILLIONEN-MARKE KNACKEN

    Auftrieb gibt indes das Baukastensystem MQB, durch das VW die Bauteile seiner Autos angleicht und damit Produktions- und Entwicklungskosten drückt. Die Ersparnisse aus diesen einheitlichen Plattformen sollen sich im Jahresverlauf weiter erhöhen. Die Kostenvorteile braucht Volkswagen auf dem angestrebten Weg an die Spitze der weltweiten Autobranche. Bis 2018 wollen die Wolfsburger Spitzenreiter Toyota und Verfolger General Motors überholt haben.

    Doch die Konkurrenz schläft nicht: Toyota will unbestätigten Meldungen zufolge noch dieses Jahr eine Schallmauer der Branche durchbrechen und erstmals mehr als 10 Millionen Autos produzieren. VW hatte sich diese Marke für 2018 beim Absatz gesetzt - Konzernchef Winterkorn deutete jedoch bereits an, dass die Marke früher fallen könne. Mit einem neuen Langfrist-Ziel hält sich VW bislang zurück./mmb/loh/DP/mmb

WOLFSBURG (dpa-AFX)
Bildquellen: VW, iStock/shaunl

Nachrichten zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Relevant
    +
  • Alle
    +
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
14:41 UhrVolkswagen (VW) vz NeutralMacquarie Research
13:36 UhrVolkswagen (VW) vz Conviction BuyGoldman Sachs Group Inc.
11:31 UhrVolkswagen (VW) vz HaltenIndependent Research GmbH
27.07.2017Volkswagen (VW) vz Strong BuyS&P Capital IQ
27.07.2017Volkswagen (VW) vz market-performBernstein Research
13:36 UhrVolkswagen (VW) vz Conviction BuyGoldman Sachs Group Inc.
27.07.2017Volkswagen (VW) vz Strong BuyS&P Capital IQ
27.07.2017Volkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.07.2017Volkswagen (VW) vz buyUBS AG
25.07.2017Volkswagen (VW) vz kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14:41 UhrVolkswagen (VW) vz NeutralMacquarie Research
11:31 UhrVolkswagen (VW) vz HaltenIndependent Research GmbH
27.07.2017Volkswagen (VW) vz market-performBernstein Research
13.07.2017Volkswagen (VW) vz HoldDeutsche Bank AG
11.07.2017Volkswagen (VW) vz Equal-WeightMorgan Stanley
04.07.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.06.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.06.2017Volkswagen (VW) vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.04.2017Volkswagen vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.04.2017Volkswagen vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen (VW) AG Vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX mit Verlusten -- adidas verdoppelt Gewinnprognose - Aktie schießt hoch -- Linde bestätigt Jahresziel -- Amazon-Gewinn bricht ein -- Intel, Credit Suisse, BNP Paribas im Fokus

US-Wirtschaft wächst im 2. Quartal in etwa wie erwartet. ExxonMobil kann Gewinn fast verdoppeln. Inflation in Japan stabilisiert sich auf niedrigem Niveau weiter. Siltronic steigert Gewinn deutlich - Erhöhte Prognose bekräftigt. Santander verdient wie erwartet deutlich mehr. Nemetschek bleibt beim Ergebnisausblick vorsichtig.

Top-Rankings

KW 29: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
KW 29: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
adidas AGA1EWWW
Amazon906866
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
BMW AG519000
BASFBASF11
Nordex AGA0D655
TeslaA1CX3T
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750