ADDIS ABEBA (dpa-AFX) – Coca-Cola und andere Softdrinks werden knapp in Äthiopien: Nach fast einem halben Jahrhundert musste der einzige Produzent des Landes, die East Africa Bottling Share Company, seine Pforten schließen. Wegen der internationalen Finanzkrise komme derzeit nicht mehr genug harte
Währung in das Land am Horn von Afrika, um die Kronkorken-Verschlüsse der Flaschen zu bezahlen, berichteten äthiopische Medien. Auch sei kein Geld mehr für das Konzentrat vorhanden, aus dem das Getränk hergestellt wird.
Die rund 1.000 Mitarbeiter des Werks in der Hauptstadt Addis Abeba seien beurlaubt worden. Ob und wann die Firma ihren Betrieb wieder aufnimmt, war unklar. "Das ist wirklich schlimm und wirft Äthiopien um Jahrzehnte zurück", sagte Kaleb Teferi, ein Computer-Fachmann aus Addis Abeba. Für den Erzrivalen PepsiCo war die Schließung der Fabrik des Getränkekonzerns dagegen eine gute Nachricht. In Äthiopien wird die Marke von dem saudi-arabisch-äthiopischen Milliardär Al-Amoudi vertrieben, der keine Finanzprobleme hat./DP/zb