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09.04.2008 08:22

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Ausblick: Die Märkte am Mittwoch


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Am deutschen Aktienmarkt dominierten am Dienstag die Verkäufer das Geschehen. Der Dax verlor bis Handelsende 0,72 Prozent und schloss bei 6.771,98 Indexpunkten (XDAX: 6.769,46 Punkte; -0,53 Prozent). Beim MDAX war gestern ein Abschlag von 1,96 Prozent auf 8.939,19 Zähler auszumachen. Belastet von enttäuschenden Ergebnissen des Aluminiumkonzerns Alcoa, einer Umsatzwarnung des Chip-Herstellers AMD und einer schwachen Prognose des Finanzkonzerns Washington Mutual lagen die US-amerikanischen Indizes zum Xetra-Schluss leicht in der Minuszone. Auch die jüngsten Daten vom US-Immobilienmarkt waren keine Stütze.

Nach der Umsatzwarnung von AMD und einer negativen Analystenstudie sackten Titel von Infineon am Indexende um 6,7 Prozent ab. Anteilsscheine der Deutschen Postbank verloren gestern 3,7 Prozent. Einem Pressebericht zufolge hat es der Mutterkonzern Deutsche Post angesichts der derzeitigen Marktsituation offenbar mit dem Verkauf seiner Tochter nicht eilig. Titel der Deutschen Post gaben 0,4 Prozent ab.

Die Aktie der Deutschen Börse, welche die Geschäftszahlen von Clearstream für März bekannt gegeben hat, schloss mit einem kräftigen Minus von mehr als 5 Prozent. Daneben bröckelten MAN leicht ab. Konzernchef Hakan Samuelsson hat einer Dreierallianz mit der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen (-0,4 Prozent) und Scania laut einem Pressebericht vorerst eine Absage erteilt. Gegen den Trend legten RWE leicht zu. Wie der Energieversorger bekannt gab, konnte die Tochter RWE Dea im abgelaufenen Fiskaljahr das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte vorweisen. Bayer avancierten nach einem positiven Analystenranking mit +0,8 Prozent zum DAX-Spitzenreiter.

Im MDAX büßten Papiere von ProSiebenSat.1 mehr als 1 Prozent ein. Wie bekannt wurde, hat der Medienkonzern einen Outsourcing-Vertrag mit dem amerikanischen Technologiekonzern IBM geschlossen. Daneben sackten gestern ARQUES als schwächster Wert um mehr als 11 Prozent ab.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.766 Punkten.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland stehen heute die Insolvenzen und die Außenhandelsdaten zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Großbritannien die Industrieproduktion und in der EU das BIP bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, der Ölmarktbericht sowie Lagerbestände und Umsätze im Großhandel gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Banco Espanol de Credito S.A., Bed Bath & Beyond Inc., Circuit City Stores Inc., International Speedway Corp., Shaw Group Inc., Conergy AG, Jungheinrich AG, Nordex AG, STRATEC Biomedical Systems AG und VERBIO Vereinigte BioEnergie AG an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 12.576 Punkten um 0,29 Prozent abnahm, ging die Nasdaq um 0,68 Prozent auf 2.348 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.851 Punkten (-0,2 Prozent) und der S&P Future bei 1.367 Zählern (-0,3 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Brent Oil: 108,50 Dollar; Euro: 1,5703 Dollar; Gold: 911,38 Dollar

Wichtige Meldungen:

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet aus der internationalen Finanzkrise Verluste von insgesamt bis zu 945 Mrd. Dollar. Dies teilte der IWF im Rahmen der Veröffentlichung des Global Financial Stability Report (GFSR) am Dienstag mit.

Der niederländische Technologiekonzern Philips Electronics N.V. kündigte am Dienstag die Restrukturierung seines TV-Geschäfts an.

Die amerikanische Devon Energy Corp. (ISIN US25179M1036/ WKN 925345) gab am Dienstag bekannt, dass sie ihre Geschäfte in Äquatorialguinea für 2,2 Mrd. Dollar an den staatlichen Ölkonzern GEPetrol veräußert.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 Media AG (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) hat mit dem amerikanischen Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) (ISIN US4592001014/ WKN 851399) einen Outsourcing-Vertrag geschlossen.

Die finnische Nokia Corp. (ISIN FI0009000681/ WKN 870737), der weltweit größte Mobiltelefonhersteller, gab am Dienstag bekannt, dass sie sich im Streit um die Schließung des Werks in Bochum mit Arbeitnehmervertretern auf die Eckpunkte eines Sozialplans geeinigt hat. (09.04.2008/ac/n/m)

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