Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist gestern zunächst mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet. Mit der positiven Eröffnung der Wall Street gelang am Nachmittag die Trendwende. Der deutsche Leitindex zog in der Spitze um rund 1,7 Prozent an, sackte dann aber wieder in negatives Terrain ab. Letztendlich verbesserte sich der
Dax dann aber doch um 0,50 Prozent auf 4.261,15 Punkte (XDAX: 4.344,50 Punkte; +4,12 Prozent). Der
MDAX stieg daneben um 0,46 Prozent auf 4.935,45 Zähler.
Titel der Deutschen Postbank gewannen nach der Talfahrt der vergangenen Tage an der DAX-Spitze 10,4 Prozent. Die Aktie der Deutschen Bank verfestigte sich nach einem schwachen Auftakt um 3,9 Prozent. Hier stand ein Pressebericht im Blick, demzufolge der deutsche Branchenprimus im abgelaufenen Jahr bei zwei seiner Hedgefonds massive Verluste verbuchen musste. Anteilsscheine der Commerzbank schafften es dagegen nicht aus der Verlustzone und gingen mit -1,6 Prozent aus dem Handel. Unter Druck standen außerdem Papiere der Münchener Rück (-3,2 Prozent).
Bei ThyssenKrupp schlug gestern ein Plus von 2,2 Prozent zu Buche. Der Industriekonzern will sich einem Pressebericht zufolge von Teilen seiner Magnetschwebetechnologie trennen und nach China veräußern. Der Transrapid-Partner Siemens (+3,5 Prozent) habe indessen kein Interesse an einem Verkauf. Deutlich fester präsentierten sich unter anderem auch Salzgitter (+7 Prozent), METRO (+5,6 Prozent) und K+S (+4,4 Prozent). Das Schlusslicht bildeten Titel von MAN mit -3,2 Prozent.
Anteilsscheine von Continental sprangen im MDAX um fast 6 Prozent. Hier stützte ein Pressebericht, demzufolge der Familienkonzern Schaeffler derzeit eine Komplettübernahme des Automobilzulieferers prüft. Die Aktie des Abfüllanlagenherstellers Krones (+4,6 Prozent) profitierte unterdessen von einem Aktienrückkaufprogramm. Dagegen fielen Titel der HRE um rund 10 Prozent zurück. Wie der angeschlagene Immobilienfinanzierer am Vorabend mitgeteilt hat, wurde der vom Finanzmarktstabilisierungsfonds ("SoFFin") für die Gruppe zugesagte Garantierahmen um weitere 12 Mrd. Euro auf nunmehr 42 Mrd. Euro erweitert.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.342 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Japan stehen heute die Handelsbilanz und das Sitzungsergebnis der BoJ zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Frankreich die Verbraucherausgaben und in der EU der EZB-Monatsbericht bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Baubeginne und ?genehmigungen gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei A. O. Smith Corp., Advanced Micro Devices Inc., AmeriSourceBergen Corp., Baxter International Inc., BB&T Corp., CIT Group Inc., Consolidated Edison Inc., Exelon Corp., Fifth Third Bancorp, Google Inc., KeyCorp, Lockheed Martin Corp., M&T Bank Corp., Microsoft Corp., Sherwin-Williams Co., Southwest Airlines Co., SunTrust Banks Inc., Union Pacific Corp., UnitedHealth Group Inc., Compagnie de Saint-Gobain S.A., Fiat S.p.A., Nokia Oyj und Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 8.228,10 Punkten um 3,51 Prozent zunahm, zog die Nasdaq um 4,60 Prozent auf 1.507,07 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.193 Punkten (+1,0 Prozent) und der S&P Future bei 839 Zählern (+0,3 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Rohöl (WTI): 42,81 Dollar; Euro: 1,3011 Dollar; Gold: 851,50 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die Seagate Technology Inc. hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die vorläufigen Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2008/09 vorgelegt. Der Festplattenhersteller musste dabei einen Umsatzrückgang und einen Verlust hinnehmen.
Die Apple Inc. (ISIN US0378331005/ WKN 865985) gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2008/09 bekannt. Der US-Hersteller von Unterhaltungselektronik konnte dabei erneut einen unerwartet kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen. Der Absatz des Multifunktionshandys iPhone belief sich auf 4,36 Millionen. Beim iPod belief sich der Absatz auf 22,7 Millionen, während er sich bei Computern auf 2,5 Millionen belief.
Die amerikanische eBay Inc. (ISIN US2786421030/ WKN 916529) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2008 vorgelegt. Dabei musste das Internet-Auktionshaus einen Umsatzrückgang um 7 Prozent hinnehmen. Der Gewinn wiederum ging um 31 Prozent zurück, womit dennoch die Erwartungen übertroffen werden konnten. Daneben konnte der Ausblick auf das laufende Quartal nicht überzeugen.
Der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony Corp. (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) plant aktuellen Presseberichten zufolge einen deutlichen Personalabbau und die Schließung von TV-Fabriken. (22.01.2009/ac/n/m)