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17.02.2009 08:24

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Ausblick: Die Märkte am Morgen


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Angesichts fehlender Impulse der Wall Street war zum Wochenbeginn nicht viel los auf dem Frankfurter Börsenparkett. Unter dünnen Umsätzen verlor der Dax gestern am Ende 1,06 Prozent auf 4.366,64 Punkte. Der MDAX schlug sich etwas besser und musste lediglich 0,46 Prozent abgeben auf 5.228,45 Zähler.

Daimler gaben gestern 2,4 Prozent ab. Einem Pressebericht zufolge wird der Automobilkonzern heute mit der Vorlage der Bilanz auch ein neues Sparpaket vorlegen. Laut einem weiteren Bericht wird man bei der Präsentation der Geschäftszahlen wohl auch für keine positive Überraschung sorgen. Zudem sprächen die Stuttgarter derzeit mit dem Münchner Konkurrenten BMW über eine enge Zusammenarbeit, wobei die ersten Verträge bereits unterschriftsreif seien. Die BMW-Aktie verlor gestern nach anfänglichen Gewinnen 1,5 Prozent.

Linde zogen nach guten Zahlen des französischen Industriegaseherstellers Air Liquide als Spitzenreiter im DAX um 2,8 Prozent an. K+S rückten nach einem positiven Analystenkommentar um 0,9 Prozent vor. Freundlich präsentierten sich außerdem Bayer, die Deutsche Börse und die Deutsche Telekom. Dabei hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen mit der Telekom eine deutliche Ausweitung der Arbeitsniederlegungen in der zweiten Warnstreikwoche angekündigt.

Einen weiten Bogen machten die Anleger am Montag um den Finanzsektor. Papiere der Commerzbank knickten um 7,1 Prozent ein und markierten damit das Indexende. Daneben fielen die Deutsche Bank um 6,5 Prozent, die Postbank um 4,4 Prozent und die Allianz um 1,8 Prozent zurück. BASF wiederum schlossen 0,7 Prozent leichter. Einem Pressebericht zufolge werde der Chemiekonzern am Verbot für betriebsbedingte Kündigungen für das Stammwerk Ludwigshafen festhalten. Weltweit werde es jedoch zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen.

Im MDAX stachen Titel der Aareal Bank mit +15,3 Prozent ins Auge. Wie der Immobilienfinanzierer am Wochenende bekannt gab, hat er das Geschäftsjahr 2008 ungeachtet der schweren Verwerfungen an den Finanzmärkten und einer spürbaren konjunkturellen Abschwächung mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Zudem wurde eine weitere Stärkung des Unternehmens durch eine Vereinbarung mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) erzielt.

Die Premiere-Aktie brach dagegen um 14,4 Prozent ein. Zuvor wurde bekannt, dass der Bezahlfernsehsender im abgelaufenen Fiskaljahr einen unerwartet hohen Verlust eingefahren hat. Für das Fiskaljahr 2009 erwartet der Konzern einen negativen Cash-Flow sowie einen deutlichen Verlust beim EBITDA.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.315 Punkten.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland steht heute die ZEW Konjunkturerwartung zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Japan der Dienstleistungsindex bekannt gegeben, während in Großbritannien der Hauspreisindex und die Verbraucherpreise auf der Agenda stehen. In Euroland wird der Außenhandel veröffentlicht. Aus den USA wird heute der NY Empire State Index gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Agilent Technologies Inc., Fossil Inc., Genuine Parts Co., Hospira Inc., Medtronic Inc., Penske Automotive Group Inc., Wal-Mart Stores Inc., AEGON N.V., Barclays plc, Coca-Cola Hellenic Bottling Co. S.A., comdirect bank AG, Daimler AG, Gerresheimer AG, InterContinental Hotels Group plc, StatoilHydro ASA, TAKKT AG und Teva Pharmaceuticals Industries Ltd. an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 7.850,41 Punkten um 1,04 Prozent abnahm, verlor die Nasdaq um 0,48 Prozent auf 1.534,36 Zähler. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:15 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.204,25 Punkten (-0,4 Prozent) und der S&P Future bei 805,80 Zählern (-0,5 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Rohöl (WTI): 42,00 Dollar; Euro: 1,2631 Dollar; Gold: 958,25 Dollar

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Software-Konzern Microsoft Corp. gab am Montag bekannt, dass er seine Allianz mit der südkoreanischen LG Electronics Inc. (ISIN US50186Q2021/ WKN 576798) im Mobilfunkbereich erweitert hat.

Der französische Kosmetikkonzern L’Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888) hat am Montagabend die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 bekannt gegeben. Dabei konnte der Umsatz gesteigert werden, während der operative Gewinn rückläufig war.

Die schweizerische Großbank Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) wurde von einem Schiedsgericht in New York dazu verurteilt, Schadensersatz in Millionenhöhe an STMicroelectronics N.V. (ISIN NL0000226223/ WKN 893438), Europas größten Halbleiterhersteller, zu zahlen. (17.02.2009/ac/n/m)

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