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18.02.2009 08:24

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Ausblick: Die Märkte am Morgen


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat seine Verluste im gestrigen Tagesverlauf kontinuierlich ausgeweitet. Am Ende schloss der Dax mit einem kräftigen Minus von 3,44 Prozent bei 4.216,60 Punkten. Gleichzeitig knickte der MDAX um 4,21 Prozent ein auf 5.008,10 Zähler. Die Wall Street ist am Dienstagnachmittag mit deutlichen Abschlägen aus dem verlängerten Wochenende gestartet. Dabei ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Februar eine unerwartet deutliche Verschlechterung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. Bei der Aktie des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart stand gestern zuletzt ein Zuwachs von 3,7 Prozent zu Buche. Zuvor wurde bekannt, dass der Konzern im Schlussquartal - Einmaleffekte ausgeklammert - unerwartet gut verdient hat.

Die Aktie des Stuttgarter Autobauers Daimler verlor 3,8 Prozent und schloss damit über dem am Vormittag markierten Tagestief. Der Konzern hat im Jahr 2008 trotz der äußerst schwierigen Marktbedingungen beim Absatz das Vorjahresniveau nahezu erreicht. Der Konzernumsatz war dagegen rückläufig. Ebenso das Ergebnis. Das Unternehmen rechnet im Jahr 2009 mit weiteren erheblichen Belastungen für das Ergebnis des Konzerns und der Geschäftsfelder. BMW gaben daneben 6,2 Prozent und Volkswagen 3,7 Prozent ab.

Einmal mehr stach Finanzsektor mit kräftigen Verlusten hervor. Papiere der Allianz rauschten um 6,7 Prozent in die Tiefe. Commerzbank verloren 5,7 Prozent, Deutsche Bank 5,8 Prozent und Postbank 3,7 Prozent. Mit kräftigen Abschlägen zu kämpfen hatten außerdem METRO (-7,6 Prozent), Salzgitter (-7,4 Prozent) und MAN (-7 Prozent). Titel der Deutschen Telekom, deren Geschäftskundensparte T-Systems vom Industriegasehersteller Linde einen Großauftrag erhalten hat, gingen mit -3,6 Prozent aus der Sitzung. Gegen den schwachen Trend konnte kein einziges DAX-Papier zulegen.

Im MDAX zogen Gerresheimer um 2,2 Prozent an. Zuvor wurde bekannt, dass der Verpackungsspezialist 2008 ein weiteres Rekordjahr mit wichtigen Meilensteinen abgeschlossen und dabei sämtliche publizierten Ziele erreicht hat. Im SDAX legten Papiere der comdirect bank gut 1 Prozent zu. Der Online-Broker konnte sein Ergebnisziel im Geschäftsjahr 2008 deutlich übertreffen. Bis 2013 soll das Vorsteuerergebnis auf bis zu 160 Mio. Euro anwachsen.

Der Markt heute:

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.229,50 Punkten.

Konjunktur- und Wirtschaftstermine:

In Deutschland steht heute das ifo Weltwirtschaftsklima zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Japan der Frühindikator und die Bank of Japan Ratssitzung bekannt gegeben, während in Großbritannien das Sitzungsprotokoll der Bank of England auf der Agenda steht. In Euroland wird die Produktion im Baugewerbe veröffentlicht. Aus den USA werden heute die wöchentlichen Hypothekenanträge, die Wohnbaugenehmigungen und -beginne, die Export- und Importpreise, das Redbook, die Industrieproduktion, der Ölmarktbericht und das Fed-Sitzungsprotokoll gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Advance Auto Parts Inc., CBS Corp., Comcast Corp., Deere & Co., Goodyear Tire & Rubber Co., Hewlett-Packard Co., Ingram Micro Inc., OfficeMax Inc., Playboy Enterprises Inc., Societe Generale S.A., Commerzbank AG, Intershop Communications AG, Interhyp AG, DSM N.V., ELMOS Semiconductor AG, ING Groep N.V., Heineken N.V., Norsk Hydro ASA und PUMA AG an.

Die US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 7.552,60 Punkten um 3,79 Prozent abnahm, verlor die Nasdaq um 4,15 Prozent auf 1.470,66 Zähler. Die Futures notieren derzeit im Plus. Gegen 08:15 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.189,50 Punkten (+0,6 Prozent) und der S&P Future bei 792,20 Zählern (+0,8 Prozent).

Devisen, Gold und Rohstoffe:

Rohöl (WTI): 38,00 Dollar; Euro: 1,2624 Dollar; Gold: 971,20 Dollar

Wichtige Meldungen:

Nach aktuellen Presseberichten hat die Große Koalition in Berlin einen Durchbruch beim Enteignungsgesetz erzielt. Wie "Spiegel Online" am Dienstag berichtet, hat sich die Bundesregierung auf das sogenannte Rettungsübernahmegesetz geeinigt, mit dem als letztes Mittel die Aktionäre angeschlagener Banken enteignet werden dürfen. Das Gesetz ist auf den angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate Holding AG zugeschnittenen.

Die amerikanische Agilent Technologies Inc. (ISIN US00846U1016/ WKN 929138), ein Messtechnik-Unternehmen für Elektronik, Kommunikation, Life Science und Chemische Analysentechnik, meldete am Dienstag nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im ersten Fiskalquartal 2008/09 um 47 Prozent eingebrochen ist. (18.02.2009/ac/n/m)

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