Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf die starke Entwicklung einiger Schwergewichte hat sich der deutsche Leitindex mit grünen Vorzeichen in das Wochenende verabschiedet. Der
Dax konnte am Ende 0,63 Prozent zulegen auf 4.068,74 Indexpunkte (XDAX: 4.012,81 Punkte; -0,45 Prozent). Der
MDAX verlor am Freitag dagegen 0,02 Prozent auf 4.407,41 Zähler. Die Nachrichtenlage war relativ dünn und auch der Verfall der Futures und Optionen an der Terminbörse Eurex sorgte kaum für bedeutendere Schwankungen. An der Wall Street waren zum Handelsschluss in Deutschland auch keine größeren Veränderungen auszumachen.
Der Pharmakonzern Bayer ist nun doch einen weiteren Schritt bei der angestrebten Zulassung für das Medikament Rivaroxaban in den USA vorangekommen. Demnach hat ein Beratergremium der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA auf Basis der vorliegenden klinischen Daten das vorteilhafte Nutzen-Risiko-Profil für Rivaroxaban bestätigt. Noch am Mittwoch hatte die FDA Bedenken geäußert. Die Aktie sprang an der DAX-Spitze um 11,3 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Deutsche Postbank mit +7,4 Prozent und E.ON mit +4,8 Prozent. RWE gewannen 1,9 Prozent. Siemens legten 1,5 Prozent zu, nachdem der Konzern gemeinsam mit lokalen Partnern den Auftrag zur Lieferung von insgesamt 100 Hochgeschwindigkeitszügen aus dem Reich der Mitte erhalten hat.
ThyssenKrupp verloren dagegen 1,3 Prozent und knüpften damit an den Kursrutsch vom Donnerstag an. Einem Pressebericht zufolge will der Industriekonzern in Zusammenhang mit den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen insgesamt mehr als 3.000 Stellen streichen, wobei vor allem die Konzernsparten Automotive, Stahl und der Schiffsbau betroffen sein dürften. Am Vortag noch hat das Unternehmen für das zweite Quartal einen Verlust in Aussicht gestellt.
FMC sackten am Freitag am Indexende um 5,4 Prozent und die Commerzbank um 4,4 Prozent ab. Abschläge in einer Größenordnung von jeweils rund 4 Prozent verbuchten außerdem die Deutsche Lufthansa und die Münchener Rück. Belastet von Gewinnmitnahmen sind Infineon mit -14 Prozent in den Tag gestartet. Am Ende schloss der Titel unverändert.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.148 Punkten.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland stehen heute die Kassenstatistik der kommunalen Haushalte und der Monatsbericht der Bundesbank zur Veröffentlichung an. Ferner wird in der EU die Handelsbilanz bekannt gegeben. Aus den USA werden heute der Chicago Fed National Activity Index und die Verkäufe bestehender Häuser gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Tiffany & Co., Walgreen Co., Apollo Group Inc., Biotest AG, Dyckerhoff AG, elexis AG, MTU Aero Engines Holding AG und Tipp24 AG an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Freitag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 7.278,38 Punkten um 1,65 Prozent abnahm, ging die Nasdaq um 1,77 Prozent auf 1.457,27 Zähler zurück. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:15 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.213 Punkten (+2,1 Prozent) und der S&P Future bei 781 Zählern (+2,3 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Rohöl (WTI): 52,00 Dollar; Euro: 1,3685 Dollar; Gold: 954,55 Dollar
Wichtige Meldungen:
Der US-Kasinobetreiber MGM MIRAGE (MGM Mirage) gab am Freitag bekannt, dass er den Verkauf von Treasure Island Hotel & Casino abgeschlossen hat.
Aktuellen Presseberichten zufolge hat sich Bernd Osterloh, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Automobilherstellers Volkswagen AG (VW) (ISIN DE0007664005/ WKN 766400), für die Rettung des Wettbewerbers Opel, eine Tochter des angeschlagenen US-Automobilkonzerns General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000), ausgesprochen. Dies berichtet der "Tagesspiegel" am Freitag vorab aus seiner Samstagausgabe.
Die zum Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) gehörende Konzernsparte Daimler Trucks kündigte am Freitag Maßnahmen an, um sich erfolgreich für die Zukunft zu positionieren und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
Die Nike Inc. (ISIN US6541061031/ WKN 866993), der weltgrößte Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung, meldete am Freitag, dass sie beabsichtigt, die Marke Nike neu zu strukturieren. (23.03.2009/ac/n/m)