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27.02.2012 08:34

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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte präsentierten sich am Freitag freundlich. Dabei ließen sich die Anleger auch nicht von dem am Morgen veröffentlichten leichten Rückgang beim deutschen BIP im vierten Quartal irritieren. Der DAX gewann zuletzt 0,81 Prozent auf 6.864,43 Punkte. Der MDAX zog ebenfalls um 0,81 Prozent an und schloss bei 10.452,27 Punkten. Für den SDAX ging es derweil um 0,86 Prozent nach oben auf 5.135,39 Zähler, während der TecDAX um 0,49 Prozent auf 775,33 Punkte hinzugewann.

Asiatische und US-Börsen:

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street schlossen am Freitag mit unterschiedlichen Vorzeichen. Der Dow Jones notierte abschließend 0,01 Prozent leichter bei 12.982,95 Punkten. Der NASDAQ Composite gewann bis Handelsende 0,23 Prozent hinzu auf 2.963,75 Zähler. Der S&P 500 schloss bei 1.365,74 Punkten, einem Plus von 0,17 Prozent. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.960,00 Punkten (-1,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.600,00 Punkten (-1,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.359,60 Zählern (-3,70 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den unentschlossenen Vorgaben der US-Börsen uneinheitlich. Nach der positiven Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,14 Prozent bei 9.633,93 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,97 Prozent im Minus bei 21.198,24 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,30 Prozent anzieht auf 2.439,63 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,01 Prozent auf 139,04 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.810 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.828,00 Zählern (-0,6 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Importe von Erdöl an. Ferner werden in Frankreich die Erzeugerpreise und Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die anstehenden Hausverkäufe gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei AES, Charter Communications, Cooper Tire, Lowes Cos., Universal Health Services, Visteon, Norma Group, HSBC Holdings und Gerry Weber International an.

Der deutsche Markt am Freitag:

Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresende 2011 einen kleinen Dämpfer erhalten und ist im vierten Quartal 2011 leicht geschrumpft. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Berechnungen - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von 0,6 Prozent im dritten Quartal 2011 und 0,5 Prozent im Vorjahresquartal. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich lediglich von den Investitionen. Die deutsche Defizit-Quote ist im Jahr 2011 deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, betrug das staatliche Finanzierungsdefizit Deutschlands 25,3 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (2.570,8 Mrd. Euro) für den Staat eine Quote von -1,0 Prozent im Jahr 2011, nach -4,3 Prozent in 2010 und -3,2 Prozent in 2009.

Im Fokus standen am Freitag die Anteilsscheine von BASF . Am Morgen hatte der weltweit führende Chemiekonzern für das abgelaufene Fiskaljahr ein Rekordergebnis ausgewiesen und einen optimistischen Ausblick auf das laufende Fiskaljahr abgegeben. Zudem wurde die Dividende erhöht. Zuletzt verteuerte sich die Aktie um moderate 0,2 Prozent.

Für einen Paukenschlag sorgte der Autobauer Volkswagen (Volkswagen vz). Wie der Konzern am Freitagmittag auf Basis vorläufiger Berechnungen bekannt gab, lag der operative Gewinn im Fiskaljahr 2011 nach vorläufigen Berechnungen mit 11,27 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 7,14 Mrd. Euro. Unter dem Strich wies Volkswagen beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter einen Anstieg auf 15,41 Mrd. Euro aus, nach einem Nettogewinn von 6,84 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Aktie notierte zuletzt kaum verändert. Im Vorfeld war bereits in Medienberichten über das bevorstehende Rekordergebnis des führenden europäischen Autobauers spekuliert worden.

An der Spitze war die Aktie der Deutschen Bank zu finden, die 4,5 Prozent anziehen konnte. Auch Anteilsscheine von SAP standen hoch in der Gunst der Anleger und legten 1,5 Prozent zu. Am Vorabend hatte der Software-Konzern eine Dividendenerhöhung angekündigt. Am unteren Ende des Dax gaben Henkel fast 3 Prozent ab. Der Pharmakonzern Bayer gab unterdessen bekannt, dass Werner Wenning zum 1. Oktober 2012 den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen und damit die Nachfolge von Dr. Manfred Schneider antreten soll. Am Vorabend hatte der Konzern außerdem eine Dividendenerhöhung angekündigt. Der Wert rutschte 0,2 Prozent ins Minus.

Wichtige Meldungen:

Der US-Flugzeugbauer Boeing Co. hat die Verantwortung für sein Großraumflugzeug Dreamliner in neue Hände übertragen. Dies berichtet das "Wall Street Journal" am Freitag in seiner Online-Ausgabe.

Der Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding SE muss 100.000 Fahrzeuge der Cayenne-Reihe zurückrufen. Dies berichtet die "Welt" am Freitag in ihrer Online-Ausgabe.

Der Aufsichtsrat des amerikanischen Mischkonzerns Johnson & Johnson (JohnsonJohnson) hat einer deutlich höheren Bonuszahlung an CEO William Weldon zugestimmt. (27.02.2012/ac/n/m)

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