Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes verzeichneten am letzten Handelstag der Woche Abschläge. Dabei belasteten unter anderem schwache Konjunkturdaten aus Europa. Der DAX verlor zuletzt 0,58 Prozent auf 7.163,50 Punkte. Der MDAX gab um 0,37 Prozent nach auf 11.340,87 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,46 Prozent nach unten auf 4.980,05 Zähler, während der TecDAX um 0,44 Prozent auf 803,09 Punkte abgab.
Asiatische und US-Börsen:
Die US-Leitindizes konnten ihre Zugewinne vom Freitag zwar nicht vollständig in den Feierabend retten, jedoch schlossen sie alle im grünen Bereich. Der Dow Jones notierte abschließend 0,03 Prozent fester bei 12.815,39 Zählern. Der NASDAQ Composite ging bei 2.904,87 Stellen aus dem Handel (+0,32 Prozent) und der S&P 500 zeigte ein Plus von 0,17 Prozent auf 1.379,85 Punkte. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.778,00 Punkten (+14,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.578,00 Punkten (-2,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.376,70 Zählern (+1,00 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den guten Vorgaben der US-Börsen unentschlossen. Nach der negativen Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 8.676,44 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte hingegen grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,13 Prozent im Plus bei 21.413,11 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,49 Prozent anzieht auf 2.079,27 Punkte.
Der Markt heute:
Der Bund Future fällt bisher um 0,01 Prozent auf 143,13 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.157 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.163,75 Zählern (-0,1 Prozent).
In Deutschland stehen heute die Großhandelspreise an. Ferner wird in Japan das BIP bekannt gegeben. Aus den USA werden heute keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Baywa, Deutsche Wohnen, DR Horton, Masterflex, Mologen, Nexus, Cable & Wireless und Wincor Nixdorf an.
Der deutsche Markt am Freitag:
Die Inflation in Deutschland hat sich im Oktober nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes mit unverändertem Tempo fortgesetzt. So belief sich die Inflationsrate erneut auf 2,0 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 2,0 Prozent im September 2012 und 2,5 Prozent im Oktober 2011. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von 2,0 Prozent wird damit erreicht. Die Inflationsrate wurde weiterhin deutlich durch die Preisentwicklung bei Energie bestimmt. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Oktober 2012 nur bei 1,6 Prozent gelegen. Auf Monatssicht blieben die Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte unverändert, während sie im Vormonat und im Vorjahresmonat schon stabil waren.
Im Mittelpunkt des Interesses stand am Freitag im Dax der Zahlenausweis der Allianz . Der Versicherungskonzern konnte im dritten Quartal Umsatz, operatives Ergebnis und Quartalsüberschuss verbessern. Alle drei Geschäftsbereiche verzeichneten Verbesserungen. Im Vorjahr hatten Wertminderungen auf Finanztitel und griechische Staatsanleihen den Überschuss stark belastet. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet die Allianz ein operatives Ergebnis von mehr als 9 Mrd. Euro. Die Aktie fiel um 0,8 Prozent. Unterdessen fuhren BMW um 0,9 Prozent vor. Der Automobilkonzern konnte im Oktober 2012 mit einem Absatzanstieg aufwarten und erzielte dabei einen neuen Rekordwert. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren standen im DAX Commerzbank mit einem Abschlag von 6,3 Prozent, während auf Platz eins der Gewinnerliste Deutsche Post um fast 2 Prozent stiegen.
Wichtige Meldungen:
Der schweizerische Nahrungsmittelhersteller Nestlé S.A. muss in den USA mehrere Chargen seines Schokopulvergetränks Nesquik zurückrufen.
Eine US-Tochter des niederländischen Allfinanzkonzerns ING Groep N.V. hat am Freitag einen Börsenzulassungsantrag bei der Securities and Exchange Commission (SEC) gestellt. (12.11.2012/ac/n/m)