14.11.2012 08:47
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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte tendierten am Dienstag schwächer. Neben Sorgen um Griechenland standen dabei zahlreiche Quartalsausweise im Blickfeld der Anleger, wobei vor allem E.ON für Enttäuschung sorgte. Der DAX notierte zuletzt unverändert bei 7.169,12 Punkten. Der MDAX gab um 0,19 Prozent nach auf 11.296,97 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,62 Prozent nach unten auf 4.973,16 Zähler, während der TecDAX um 0,19 Prozent auf 805,33 Punkte nachgab.

Asiatische und US-Börsen:

Nach anfänglichen Abschlägen und einer zwischenzeitlichen Erholung drehten die US-Leitindizes nach Veröffentlichung des US-Haushaltsdefizits am Dienstag doch wieder ins Minus. So schloss der Dow Jones mit einem Abschlag von 0,46 Prozent bei 12.756,18 Zählern, während der NASDAQ Composite um 0,70 Prozent leichter notierte bei 2.883,89 Stellen. Der S&P 500 beendete den Handel bei 1.374,53 Punkten (-0,40 Prozent). Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.766,00 Punkten (+49,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.579,00 Punkten (+18,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.376,20 Zählern (+5,30 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der schlechten Vorgaben der US-Börsen stärker. Nach der negativen Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,04 Prozent bei 8.664,73 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,84 Prozent im Plus bei 21.366,78 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,37 Prozent anzieht auf 2.055,42 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,03 Prozent auf 143,19 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.152 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.149,00 Zählern (-0,4 Prozent).

In Deutschland steht heute die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe an. Ferner werden in Frankreich die Verbraucherpreise, in Großbritannien die Arbeitsmarktdaten sowie in der EU die Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, der Einzelhandelsumsatz, die Erzeugerpreise, die Lagerbestände und das FOMC Sitzungsprotokoll gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Abercrombie & Fitch, Limited Brands, PetSmart, Staples, Tyco International, Williams-Sonoma, Mitsubishi Financial, Telekom Austria, Celesio, RWE, Julius Bär, Bauer, Deutsche Postbank, GfK, Koenig & Bauer, Medion, Infineon, Bilfinger, Salzgitter, MLP, Sky Deutschland, Prudential, Sainsbury und Bouygues an.

Der deutsche Markt am Dienstag:

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland sind im November gesunken. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 4,2 Punkte gefallen und stehen nun bei -15,7 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist schwächer als im Vormonat. Der entsprechende Indikator fällt um 4,6 Punkte und notiert nun bei 5,4 Punkten.

Im Blickfeld der Investoren standen gestern im Dax die Zahlenausweise von E.ON und K+S, die beide negativ aufgenommen wurden. E.ON (EON) konnte seinen Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres angesichts eines klaren Umsatzwachstums deutlich verbessern. Die Ergebnisprognose für 2012 wurde bestätigt. Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes erscheint der bisherige Ausblick für das Jahr 2013 allerdings nicht erreichbar. E.ON überprüft daher derzeit diese Prognose sowie die Aussagen für 2015 im Rahmen des aktuellen Planungsprozesses. Die Aktie des Energieversorgers brach als Schlusslicht im DAX um 11,5 Prozent ein.

Daneben ging es für K+S auf dem vorletzten Platz um 4,5 Prozent nach unten. Der Düngemittelhersteller übertraf bei Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal die hohen Vorjahreswerte. Ferner wurde der Ausblick für das Jahr 2012 präzisiert. So geht man davon aus, beim Umsatz und beim Gewinn nur einen Wert am unteren Ende der zum Halbjahr genannten Prognosebandbreite zu erreichen. Volkswagen (Volkswagen vz) notierten zuletzt auf Vortagesniveau. Der Automobilkonzern teilte mit, dass die Marke Volkswagen Pkw in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 11,2 Prozent mehr Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert hat. Vorne verteuerten sich Deutsche Bank um 1,9 Prozent.

Wichtige Meldungen:

Der US-Technologiekonzern Cisco Systems Inc. hat am Dienstag nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal 2012/13 vorgelegt. Diese zeigten eine positive Entwicklung gegenüber den Vorjahreswerten und übertrafen auf bereinigter Basis die Prognosen der Analysten.

Der französische Medien- und Mobilfunkkonzern Vivendi S.A. (Vivendi Universal) veröffentlichte am Dienstag seine Ergebnisse für die ersten neun Monate 2012 und hob seine Prognose für den Nettogewinn im Gesamtjahr an.

Das amerikanische Verlagshaus Washington Post Co. gab am Dienstag einen Wechsel in seiner Unternehmensführung bekannt. Demnach wird Marcus Brauchli von seinem Posten als Herausgeber zurücktreten.

Das US-Finanzministerium veröffentlichte am Dienstag die Daten zum US-Bundeshaushalt für Oktober 2012. Demnach belief sich das Haushaltsdefizit im Oktober 2012 auf 120 Mrd. US-Dollar. Das Defizit liegt damit deutlich über dem Wert von 98,5 Mrd. US-Dollar, der für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum ermittelt worden war. (14.11.2012/ac/n/m)

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VW-Abgasskandal
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19.01.2017Volkswagen vz UnderperformJefferies & Company Inc.
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11.01.2017Volkswagen vz SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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