26.11.2012 08:45
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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte beendeten die Handelswoche im Plus. Dabei stützten positive Konjunkturdaten sowie positive Vorgaben aus den USA. Der DAX gewann zuletzt 0,89 Prozent auf 7.309,13 Punkte. Der MDAX legte um 0,23 Prozent zu auf 11.408,08 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,83 Prozent nach oben auf 5.024,85 Zähler, während der TecDAX um 0,26 Prozent auf 826,37 Punkte anstieg.

Asiatische und US-Börsen:

Nach der Thanksgiving-Pause verabschiedeten sich die US-Börsen mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende. Der Dow Jones gewann 1,35 Prozent und schloss mit 13.009,68 Punkten knapp über der runden 13.000er-Marke. Daneben verbuchte der technologielastige NASDAQ Composite ein Plus von 1,38 Prozent auf 2.966,85 Zähler. Der S&P 500 verbesserte sich um 1,30 Prozent auf 1.409,15 Punkte. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.916,00 Punkten (-45,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.624,00 Punkten (-10,25 Punkte) und der S&P Future bei 1.399,00 Zählern (-6,30 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den guten Vorgaben der US-Börsen unterschiedlich. Nach der positiven Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,24 Prozent bei 9.388,94 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,22 Prozent im Minus bei 21.865,84 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,49 Prozent abgibt auf 2.017,46 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,04 Prozent auf 142,19 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.296 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.300,25 Zählern (-0,1 Prozent).

In Deutschland steht heute das GfK Konsumklima an. Ferner wird in Japan das BoJ Sitzungsprotokoll und in Italien das Verbrauchervertrauen bekannt gegeben. Aus den USA wird heute der Chicago Fed National Activity Index gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Big Lots und Jos. A. Bank Clothiers an.

Der deutsche Markt am Freitag:

Die deutsche Wirtschaft trotzt der europäischen Rezession, wenn auch mit nachlassendem Wachstumstempo. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Berechnungen - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, nach Zuwächsen von 0,3 Prozent im zweiten Quartal und 0,4 Prozent im Vorjahresquartal. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) aus dem Ausland. Aus dem Inland kamen hingegen unterschiedliche Signale. Im Vorjahresvergleich stieg das preisbereinigte BIP um 0,4 Prozent, nach Zuwächsen von 0,5 Prozent im Vorquartal und 2,6 Prozent im Vorjahresquartal. Der vergleichsweise geringe Zuwachs ist wie schon im zweiten Quartal unter anderem einem Kalendereffekt geschuldet. Nach Kalenderbereinigung ergibt sich ein entsprechend stärkerer Anstieg des BIP von 0,9 Prozent. Der Auftragseingang in Betrieben des deutschen Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten verzeichnete indes im September einen Rückgang. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpften die Eingänge preisbereinigt um 3,8 Prozent, wobei die Nachfrage im Hochbau um 2,0 Prozent zulegte und im Tiefbau um 10,0 Prozent nachgab.

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im November verbessert. So erhöhte sich der Index auf 101,4 Punkte, nach 100,0 Punkten im Vormonat und 106,8 Punkten im November 2011. Damit ist das ifo-Geschäftsklima zum ersten mal nach sechs Rückgängen in Folge wieder gestiegen. Im Einzelnen kletterte der Teilindex der aktuellen Geschäftslage von 107,2 Punkten im Vormonat auf nun 108,1 Punkte, während der Subindex zu den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate von 93,2 auf 95,2 Punkte anwuchs. Unterdessen ist der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands ist im November erneut gesunken. So verringerte sich der Index auf 8,5 Punkte, nach 9,1 Punkten im Vormonat und 15,1 Punkten im November 2011.

Vor dem Hintergrund der erneuten Lieferverzögerung der ICE-Züge von Siemens an die Deutsche Bahn soll es einem Medienbericht zufolge nun einen Krisen-Gipfel auf Vorstandsebene geben. Wie es heißt, soll der Krisengipfel noch vor Weihnachten stattfinden. Auf der Agenda würden Themen wie Schadenersatz und das weitere Vorgehen wegen der Lieferverzögerung stehen. Siemens verteuerten sich zuletzt um 0,6 Prozent. Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren daneben mit einem Abschlag von 0,5 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern hat für die kommenden Jahre ein milliardenschweres Investitionsprogram angekündigt. So wird man in den kommenden drei Jahren im Konzernbereich Automobile 50,2 Mrd. Euro investieren. Das ist das Ergebnis der Investitionsplanung für die Jahre 2013 bis 2015, die der Aufsichtsrat in seiner Sitzung heute erörtert hat. Erstmalig umfasst die Planung auch die Marken MAN und Porsche als neue vollkonsolidierte Gesellschaften.

Derweil hat Linde von der norwegischen Skangass AS einen Auftrag zum Bau eines mittelgroßen Import-Terminals für Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas - LNG) erhalten. Der Auftrag umfasst Engineering-, Beschaffungs-, Bau- und Inbetriebnahmeleistungen im Wert von rund 44 Mio. Euro. Linde übernimmt auch das Schnittstellen-Management mit dem Tankhersteller. Für die Anteilsscheine des Technologiekonzerns ging es an der Spitze des Dax um 2 Prozent nach oben. Die zum Energieversorger RWE gehörende Tochter RWE Innogy hat des Weiteren nach 1,5 jähriger Bauzeit das portugiesische Wasserkraftwerk in Agilde in Betrieb genommen. Zudem steigt die zu RWE gehörende RWE Effizienz GmbH in Zusammenarbeit mit der VARTA Storage GmbH mit dem Produkt RWE HomePower solar in den Markt für Solarstrom-Speicher für Haushaltskunden ein. Das Papier verbesserte sich um 0,9 Prozent. Die rote Laterne wurde heute im DAX von der Commerzbank mit einem Minus von 1,6 Prozent getragen wurde.

Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge bei ihrem geplanten Einstieg beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS EADS-Anteile vom französischen Staat übernehmen. Wie es heißt, habe die Bundesregierung die staatseigene Förderbank KfW beauftragt, direkt Gesellschafter-Anteile vom französischen Staat zu kaufen. In der Folge würde die KfW deutlich weniger Aktien von Daimler übernehmen. Der Autobauer hält bislang noch 15 Prozent der Aktien und möchte diese verkaufen. Bislang war immer geplant, dass diese an den deutschen Staat gehen sollten. EADS flogen mit einem Abschlag von 1,6 Prozent hinterher. Am schlechtesten lief es für Celesio mit einem Minus von 3,1 Prozent. Vorne gewannen Dürr 2,6 Prozent an Wert.

Wichtige Meldungen:

Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) (Verbund), das führende Stromunternehmen in Österreich und einer der führenden Wasserkrafterzeuger Europas, hat am Freitag Gespräche über einen möglichen Verkauf seines Türkei-Engagements bestätigt.

Der Pharmagroßhändler Celesio AG darf seine Tochtergesellschaft DocMorris N.V. sowie die Marke DocMorris an die schweizerische Zur Rose AG verkaufen. (26.11.2012/ac/n/m)

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21.04.2017Daimler OutperformBernstein Research
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