21.12.2012 08:45
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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes tendierten im Donnerstaghandel kaum verändert. Dabei nahmen die Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit wieder zu. Der DAX gewann zuletzt 0,05 Prozent auf 7.672,10 Punkte. Der MDAX gab um 0,14 Prozent nach auf 12.069,57 Punkte. Für den SDAX ging es um 0,30 Prozent nach oben auf 5.300,28 Zähler, während der TecDAX um 0,02 Prozent auf 839,44 Punkte anzog.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes präsentieren sich am Donnerstag vor dem Hintergrund gemischter Konjunkturdaten lange uneinheitlich. Positive Äußerungen von John Boehner, dem republikanischen Präsidenten des Repräsentantenhauses, sorgten jedoch wieder für neue Hoffnung im Haushaltsstreit und verhalfen den Indizes zu Gewinnen. Der Dow Jones gewann 0,45 Prozent auf 13.311,72 Punkte. Der NASDAQ Composite verbesserte sich um 0,20 Prozent auf 3.050,39 Zähler, während der S&P 500 ein Plus von 0,55 Prozent auf 1.443,69 Punkte verzeichnete. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.102,00 Punkten (-165,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.649,75 Punkten (-40,25 Punkte) und der S&P Future bei 1.419,00 Zählern (-21,60 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der guten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der negativen Entwicklung am letzten Handelstag schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,99 Prozent bei 9.940,06 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,75 Prozent im Minus bei 22.489,41 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,69 Prozent abgibt auf 2.153,31 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,23 Prozent auf 144,66 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 7.636 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.632,50 Zählern (-0,7 Prozent).

In Japan stehen heute der BoJ Monatsbericht an, während in Deutschland der GfK-Konsumklimaindex, die ifo Kredithürde und die Auf­träge im Bauhauptgewerbe publiziert werden. In Großbritannien wird das BIP veröffentlicht. Aus den USA werden heute die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter, der Chicago Fed National Activity Index, die persönlichen Einkommen und Ausgaben sowie das Verbrauchervertrauen gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei HORNBACH HOLDING, Shaw Group und Walgreen an.

Der deutsche Markt am Donnerstag:

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind im November nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit abgebremstem Tempo angewachsen. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterte der Index um 1,4 Prozent. Im Oktober hatte die Jahresveränderungsrate bei 1,5 Prozent und im November 2011 sogar bei 5,2 Prozent gestanden. Binnen Monatsfrist fiel der Preisindex um 0,1 Prozent. Davor waren die Erzeugerpreise im Oktober unverändert geblieben und im November 2011 um 0,1 Prozent gestiegen. Unterdessen haben sich die deutschen Außenhandelspreise im November mit abgebremstem Tempo erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 1,1 Prozent, nach Steigerungen von 1,5 Prozent im Vormonat und 6,0 Prozent im November 2011. Auf Monatssicht blieben die Einfuhrpreise unverändert. Davor waren die Preise im Oktober um 0,6 Prozent gesunken und im November 2011 um 0,4 Prozent gestiegen. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent zu, während sie im Oktober um 1,7 Prozent und im November 2011 um 2,9 Prozent geklettert waren. Im Vormonatsvergleich blieben die Ausfuhrpreise unverändert. Im Oktober 2012 waren die Exportpreise um 0,2 Prozent gefallen und im November 2011 um 0,2 Prozent gestiegen.

Aktien der Deutschen Telekom (Deutsche Telekom) kletterten im Dax um 0,5 Prozent nach oben, nachdem Vorstandvorsitzender René Obermann den Aufsichtsrat gebeten hat, zum 31. Dezember 2013 seinen Anstellungsvertrag aufzulösen und die Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden aufzuheben. Sein Nachfolger soll am 1. Januar 2014 Timotheus Höttges werden. Fresenius (Fresenius SECo) gaben 0,7 Prozent ab. Der Gesundheitskonzern teilte mit, dass er die Refinanzierung der revolvierenden Kreditlinien und der Darlehenstranchen A der syndizierten Kreditvereinbarung aus dem Jahr 2008 über ein so genanntes Delayed Draw Syndicated Credit Agreement vorzeitig gesichert hat. Dabei wurde die Finanzierungsmaßnahme im Bankenmarkt sehr gut aufgenommen. Infolge einer deutlichen Überzeichnung konnte Fresenius das ursprünglich geplante Volumen erheblich steigern. Die Kreditkonditionen konnten verbessert werden. Die neue Kreditvereinbarung mit einer Endfälligkeit nach fünf Jahren hat ein Gesamtvolumen von 2,25 Mrd. Euro.

RWE verteuerten sich um 0,2 Prozent. Der Versorger verlautbarte schon am Vortag, dass er einen wichtigen Schritt bei der Konsolidierung ihrer Geschäftstätigkeiten in der Tschechischen Republik unternommen hat. So wird der Konzern dort zwei separate Geschäftseinheiten für den Vertrieb und die Gasverteilung schaffen. Dies ist das zentrale Element der Reorganisation der RWE-Tochtergesellschaften auf dem tschechischen Markt. Die neue Struktur sieht eigenständige Einheiten für Vertrieb, Netz und Erzeugung sowie für das Speichergeschäft im Eigentum und unter der Führung von RWE Ceská Republika vor. Wie RWE am Vortag zudem verlautbarte, hat er den Verkauf seines 20-Prozent-Anteils an der norwegischen Öl- und Gasförderlizenz "Edvard Grieg" an die OMV (Norge) AS, eine Tochter des österreichischen Mineralölkonzerns OMV , abgeschlossen. Die Transaktion tritt rückwirkend zum 1. Januar 2012 in Kraft. RWE erhält einen Kaufpreis in Höhe von ca. 255 Mio. Euro sowie eine Prämienzahlung von bis zu 35 Mio. Euro, die von dem Erreichen bestimmter Projektziele abhängt. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich im DAX Aktien von ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 1,8 Prozent wieder, während die Gewinnerliste von Bayer mit einem Wertzuwachs von 1,4 Prozent angeführt wurde.

MAN gewannen 0,2 Prozent an Wert. MAN Diesel & Turbo hat zwei Aufträge über die Lieferung von insgesamt sieben Generator-Sets mit Motoren des hocheffizienten und emissionsarmen Modells 18V48/60TS für Kraftwerke in Suriname und Indonesien erhalten. Der Wert der beiden Aufträge liegt bei insgesamt 43 Mio. Euro. Symrise legen daneben um 0,5 Prozent zu. Der Aromenhersteller hat mit dem schwedischen Biotechnologie-Unternehmen Probi AB eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet. Dabei zielt die Vereinbarung darauf ab, Kompetenzen auf dem Gebiet der funktionalen Inhaltsstoffe zu bündeln, um in diesem dynamischen Marktsegment gemeinsam beschleunigt zu wachsen. Spitzenreiter im MDAX waren Klöckner & Co mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent, während die rote Laterne von Rheinmetall mit einem Minus von 2,8 Prozent getragen wurde.

Wichtige Meldungen:

Die Nike Inc. gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum zweiten Fiskalquartal 2012/13 bekannt. Dabei musste das Unternehmen einen Gewinnrückgang ausweisen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag jedoch klar über den Analystenerwartungen.

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt. Dabei musste das Unternehmen zwar einen Umsatzeinbruch und einen Verlust hinnehmen, jedoch wurden die Analystenerwartungen geschlagen. Die Aktie schoss nachbörslich nach oben. (21.12.2012/ac/n/m)

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