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Ford Motor Aktie [WKN: 502391 / ISIN: US3453708600]

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02.07.2009 08:38

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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet


Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne bis Handelsschluss noch ausweiten können. (Börsenkurse) Der DAX stieg letztendlich um 2,01 Prozent auf 4.905,44 Punkte. Für den MDAX ging es daneben um 2,16 Prozent nach oben auf 5.878,27 Zähler. Der SDAX verbesserte sich gleichzeitig um 0,94 Prozent auf 2.932,11 Punkte. Der TecDAX schloss mit 1,21 Prozent im Plus bei 634,49 Stellen.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge lag der deutsche Einzelhandelsumsatz im Mai über dem Vormonatsniveau. So verkauften die Einzelhändler nominal 0,5 Prozent mehr als im Vormonat. Real wuchs der Absatz um 0,4 Prozent. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bekannt gab, ist der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Mai erneut deutlich gefallen. Demnach verzeichnete man im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreswert einen Rückgang um real 48 Prozent.

Gestern Nachmittag haben dann in den USA zahlreiche Konjunkturdaten für Aufsehen gesorgt. Mitunter hat der Arbeitsmarkt-Dienstleister ADP in seiner Statistik für Juni einen deutlichen Rückgang der US-Beschäftigung ausgewiesen. Demnach verringerte sich die Beschäftigtenzahl im Privatsektor um 473.000. Volkswirte waren zuvor lediglich von einem Minus von 394.000 Stellen ausgegangen. Laut Angaben der National Association of Realtors ist die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA im Mai unerwartet angewachsen. Dagegen verringerten sich die Bauausgaben laut dem Handelsministerium im Mai um 0,9 Prozent. Volkswirte hatten nur ein Minus von 0,6 Prozent prognostiziert. Dass die Stimmung an der Wall Street zuletzt dennoch überaus positiv war, ist insbesondere dem unerwartet deutlichen Anstieg des ISM-Index für Juni zu verdanken. Zum Xetra-Schluss lagen die wichtigsten US-Indizes allesamt mit über 1 Prozent vorne.

Größter DAX-Gewinner mit einem satten Plus von 18,6 Prozent war gestern die Aktie der Commerzbank. Presseangaben zufolge hat sich der Bund geweigert, bei dem Finanzinstitut zugunsten des Versicherers Generali hineinzuregieren. Ein Hilferuf des italienischen Generali-Konzerns, die Commerzbank dazu zu zwingen, nach der Allianz-Übernahme auch weiterhin Generali-Versicherungen zu verkaufen, lehnte Deutschland demzufolge ab. Ab Oktober 2010 wolle die Commerzbank exklusiv mit der Allianz (+3,5 Prozent) kooperieren, deren Tochter Dresdner sie gerade übernommen hat. Im Mai hatte die Commerzbank deshalb eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit Generali gekündigt.

Für METRO ging es nach den ermutigenden Einzelhandelsdaten um 6,2 Prozent nach oben. Außerdem haben die Umsatzzahlen des britischen Kaufhauskonzerns Marks & Spencer positive Resonanz erhalten. Bereits am Dienstagabend hat der französische Einzelhandelskonzern Carrefour ein milliardenschweres Sparprogramm angekündigt. Weitere Gewinner waren u.a. Henkel mit +5,3 Prozent, K+S mit +3,5 Prozent und die Hannover Rück mit +3,7 Prozent. Mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent zählten auch ThyssenKrupp zu den Favoriten. Medienangaben zufolge scheint der Preisrutsch an den Stahlmärkten zumindest temporär gestoppt. Demnach konnte der Stahlkonzern in den vergangenen Wochen in Verhandlungen mit seinen Kunden aus der Automobilindustrie bereits wieder Preiserhöhungen erzielen. Ferner stehe man kurz vor einer Ausweitung der bereits bestehenden Partnerschaft mit dem Eisenerzlieferanten Vale beim neuen Stahlwerk in Brasilien.

Linde konnten gestern im Mittelfeld 2,5 Prozent zulegen. Der Technologiekonzern hat eine neue, zweijährige Kreditlinie in Höhe von 1,6 Mrd. Euro abgeschlossen. Diese werde an die bestehende, derzeit ungenutzte 2 Mrd. Euro-Kreditlinie anschließen, die 2011 ausläuft. Damit sichere sich Linde eine solide allgemeine Liquiditätsreserve. Bei E.ON schlug ein Plus von 1,1 Prozent zu Buche. Dabei muss sich der Energieriese einem Zeitungsbericht zufolge auf eine hohe Strafe einstellen. Demnach werde die EU-Kommission am 8. Juli ein drastisches Bußgeld gegen E.ON verhängen. Grund sei ein Urteil der Wettbewerbshüter im Kartellverfahren gegen die E.ON-Tochter Ruhrgas. Es werde mit einem "dreistelligen Millionenbetrag" gerechnet, der bis zu einer halben Milliarde Euro betragen könnte. Unterdessen sagte Konzernchef Wulf Bernotat in einem Presseinterview, dass seiner Meinung nach in diesem Quartal der Boden bei der Energienachfrage erreicht worden sei.

Die Aktie des insolventen Einzelhandels- und Touristikkonzerns Arcandor sackte im MDAX um 4,9 Prozent ab. Dabei hat die Europäische Kommission am Vorabend eine Rettungsbeihilfe von 50 Mio. Euro zugunsten der Versandhaustochter Quelle genehmigt. Unterdessen wird die angeschlagenen Hypo Real Estate (-0,7 Prozent) Presseangaben zufolge noch weitere Milliarden-Verluste verkraften müssen. Celesio gewannen zeitweise mehr als 9 Prozent. Letztendlich blieb aber nur ein Plus von 3,7 Prozent. Der Konzern weitet seine Geschäftsaktivitäten auf den schwedischen Markt aus und will hier mit einer völlig neuen Apothekenkette auftreten. EADS (+2,7 Prozent) profitierten von einem Pressebericht, dem zufolge der Luft- und Raumfahrtkonzern einen Auftrag im Wert von rund 2 Mrd. Euro aus Saudi-Arabien erhalten hat. Gerresheimer schlossen 3,1 Prozent fester. Der Verpackungsspezialist hat sein nicht zum Kerngeschäft gehörendes Segment Technische Kunststoffe veräußert. Daneben meldete der Baukonzern HOCHTIEF, dass seine Töchter Flatiron und Turner in den USA Planungs- und Bauaufträge über insgesamt 169 Mio. Euro erhalten haben. HOCHTIEF stiegen um 2 Prozent.

Im TecDax rückten Titel des Solartechnikunternehmens Roth & Rau, dessen US-Tochter Solar Holding sämtliche Anteile an der amerikanischen Romaric erwirbt, um 5,3 Prozent vor. Als Kaufpreis wurde ein niedriger, einstelliger US-Dollar-Millionenbetrag vereinbart. SMA Solar gewannen 1,3 Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, hat der Konzern seine neue Solar-Wechselrichterfabrik eingeweiht. An der Indexspitze rangierten centrotherm, für die es um 5,5 Prozent nach oben ging.(Aktienkurse)

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch mit Gewinnen. Während der Dow Jones mit 8.504,06 Punkten um 0,68 Prozent zunahm, gewann die Nasdaq um 0,58 Prozent auf 1,845,72 Zähler an. Der S&P 500 kletterte daneben um 0,44 Prozent ab und schloss bei 923,33 Zählern. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 8.427,00 Punkten (-21,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.474,75 Punkten (-4,00 Punkte) und der S&P Future bei 917,60 Zählern (-1,60 Punkte).(Börsenkurse USA)

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich heute infolge der positiven Vorgaben der US-Börsen mehrheitlich stärker. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio jedoch mit einem Minus von 0,64 Prozent bei 9.876,15 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,96 Prozent im Plus bei 18.555,64 Punkten, während der Shanghai Composite derzeit um 1,41 Prozent auf 3.050,51 Punkte zulegt.(Börsenkurse Asien)

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,01 Prozent auf 120,94 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Verlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.871,50 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 4.869,50 Zählern (-0,2 Prozent).

In Euroland stehen heute die Erzeugerpreise, Zahlen zur Arbeitslosigkeit und die Zinsentscheidung der EZB zur Veröffentlichung an. Aus den USA werden heute die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Arbeitslosenquote, die Stundenlöhne/ Wochenstunden und die Industrieaufträge gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Acuity Brands Inc., HORNBACH HOLDING AG und Océ N.V. an.

Wichtige Meldungen:

Der insolvente US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) musste für den Monat Juni einen Absatzrückgang auf dem Heimatmarkt ausweisen. Unternehmensangaben zufolge sank der Absatz im Juni 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 33,6 Prozent.

Die Ford Motor Co. hat im Juni 2009 einen Absatzrückgang von 10,9 Prozent im US-Geschäft hinnehmen müssen. (02.07.2009/ac/n/m)

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