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06.05.2010 08:38

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Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet; Warten auf Zinsentscheidung der EZB

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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich nach einem ereignisreichen Tag mit Abschlägen in den Feierabend verabschiedet. Der Dax fiel im Tief um 1,3 Prozent zurück und schloss am Ende mit 0,81 Prozent im Minus bei 5.958,45 Punkten. Der MDAX gab 2,01 Prozent ab auf 7.985,08 Zähler. Gleichzeitig verlor der SDAX 1,75 Prozent auf 3.838,15 Stellen. Der TecDax fiel um 2,06 Prozent zurück auf 773,14 Punkte. Die US-Rating-Agentur Moody´s hat das Länder-Rating von Portugal auf die Beobachtungsliste gesetzt. Die Bonität des EU-Mitglieds werde derzeit hinsichtlich einer möglichen Herabstufung überprüft.

Die anhaltende Schuldenkrise in Europa belastet auch die Wall Street. Die breiten US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss mit bis zu 0,5 Prozent hinten. Zeitweise war die Lage noch angespannter. Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP hat sich die US-Beschäftigung im April erhöht. Demnach zog die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 32.000 an. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht. Wie ferner bekannt wurde, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im April unverändert zum Vormonat entwickelt. So lag der ISM-Service-Index mit 55,4 Zählern exakt auf Vormonatsniveau. Volkswirte hatten einen Wert von 56,1 Punkten prognostiziert.

BMW schlossen mit 0,4 Prozent im Plus. Der Autobauer hat im Auftaktquartal Umsatz, Absatz und Ergebnis kräftig gesteigert. Die Erlöse zogen um 8,1 Prozent an auf 12,44 Mrd. Euro. Der Absatz stieg um 13,8 Prozent auf 315.614 Automobile. Das Ergebnis nach Steuern legte auf 324 (Vorjahr: -152) Mio. Euro zu. "Wir streben im laufenden Geschäftsjahr ein Konzernergebnis an, das deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt und einen sichtbaren Schritt in Richtung unserer Profitabilitätsziele 2012 darstellt", sagte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer. Papiere der Allianz gaben 0,2 Prozent ab. Der Versicherungskonzern hat zuvor die Eckdaten für das erste Quartal veröffentlicht. Demnach konnten die Erlöse auf mehr als 30 Mrd. Euro gesteigert werden, nach 27,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis werde voraussichtlich mit rund 1,7 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresquartals (1,4 Mrd. Euro) liegen. Aufgrund unerwartet hoher Aufwendungen für Großschäden aus Naturkatastrophen im ersten Quartal von über 500 Mio. Euro werde das operative Ergebnis im Segment Schaden-Unfall unter dem Vorjahreswert liegen. Die Aktie der Deutschen Lufthansa bröckelte um 2 Prozent ab, nachdem die Fluggesellschaft ihre endgültigen Geschäftszahlen für das erste Quartal vorgelegt hat. Die Erlöse stiegen auf Konzernebene auf 5,76 Mrd. Euro, nachdem man im Vorjahresquartal einen Umsatz von 5,02 Mrd. Euro generiert hatte. Beim operativen Ergebnis wurde hingegen ein Verlust von 330 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis ein Minus von 44 Mio. Euro verbucht hatte. Unter dem Strich verzeichnete die Deutsche Lufthansa beim Konzernergebnis einen Verlust von 298 Mio. Euro (Vorjahr: -267 Mio. Euro). Trotz der schwachen Entwicklung im ersten Quartal wurde die Jahresprognose bestätigt. Für Titel des Handelskonzerns METRO ging es um 1,3 Prozent nach unten. METRO sieht sich für das laufende Fiskaljahr dank der eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter auf Kurs. Nach dem extrem schwierigen Jahr 2009 habe man die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Ergebnis mittelfristig deutlich zu steigern, so Vorstandschef Dr. Eckhard Cordes im Rahmen der Hauptversammlung. Henkel kamen um 2,2 Prozent zurück. Der Konsumgüterkonzern gab bekannt, dass er Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal deutlich gesteigert hat. Die Erlöse erhöhten sich um 7,8 Prozent auf 3,51 Mrd. Euro. Der Quartalsüberschuss kletterte aufgrund des gestiegenen EBIT von 121 Mio. Euro auf 266 Mio. Euro. Nach dem sehr erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr erwartet Henkel für das bereinigte betriebliche Ergebnis und das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie eine spürbare Verbesserung von mehr als 15 Prozent gegenüber den Werten im Jahr 2009. Am Indexende verloren Linde ex Dividende 3,5 Prozent.

Für Demag Cranes ging es im MDAX um 1,3 Prozent nach unten. Der Kranhersteller musste im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erlöse lagen mit 227,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 268,2 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde beim Nachsteuerergebnis ein Rückgang auf 4,6 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nachsteuergewinn von 8,1 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Dyckerhoff verloren im SDAX 1,4 Prozent. Der Zementhersteller musste im ersten Quartal einen höheren Verlust ausweisen. Der außergewöhnlich kalte und lange Winter in Europa und in den USA führte zu Absatzrückgängen, weshalb sich der Umsatz in allen Geschäftsbereichen verringerte. So sank der Konzernumsatz auf 202 Mio. Euro, nach 258 Mio. Euro im Vorjahr. Der Fehlbetrag stieg auf -36 Mio. Euro, nach zuvor -26 Mio. Euro. Loewe fielen daneben um 2,8 Prozent zurück. Der Hersteller von Unterhaltungselektronik-Produkten konnte im ersten Quartal ein leichtes Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Loewe mit einem moderaten Umsatzwachstum und erwartet ein EBIT auf Vorjahresniveau.

Im TecDAX stachen Drägerwerk mit einem Minus von 6,4 Prozent ins Auge. Dabei konnte der Medizin- und Sicherheitstechnologiekonzern im Auftaktquartal Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz und Ergebnis steigern. Der Umsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf 465,9 Mio. Euro. Das Quartalsergebnis verbesserte sich von -0,1 Mio. auf 18,7 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet man, nunmehr das obere Ende der bereits prognostizierten Bandbreite einer EBIT-Marge von 5 bis 6 Prozent zu erreichen. SolarWorld bröckelten um 1,5 Prozent ab. Wie der Konzern bekannt gab, gewinnt seine Expansion in den USA an Fahrt. Den Angaben zufolge werden rund 350 neue Arbeitsplätze in den nächsten Monaten am Standort der SolarWorld in Hillsboro/Oregon besetzt. Der Konzern baue in den USA seine Produktionskapazitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette aus.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Mittwoch mit Kursverlusten. Während der Dow Jones mit 10.868,12 Punkten um 0,54 Prozent abnahm, ging der Nasdaq Composite um 0,91 Prozent zurück auf 2.402,29 Zähler. Der S&P 500 verlor 0,66 Prozent auf 1.165,87 Zähler. Die Futures notieren derzeit uneinheitlich. So tendiert der Dow Jones Future bei 10.833,00 Punkten (-1,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.958,75 Punkten (+0,25 Punkte) und der S&P Future bei 1.164,50 Zählern (+0,60 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach dem gestrigen Feiertag ("Tag des Kindes") notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 3,24 Prozent bei 10.699,15 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,09 Prozent im Minus bei 20.106,07 Punkten, während der Shanghai Composite um 2,83 Prozent abgibt auf 2.776,19 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,06 Prozent auf 126,27 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.955 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 5.965,75 Zählern (0,0 Prozent).

In Deutschland steht heute der Auftragseingang zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Japan der Kfz-Absatz und in Großbritannien sowie der EU die Zinsentscheidungen bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Arbeitsproduktivität und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet. Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Activision Blizzard Inc., Alliant Techsystems Inc., Biovail Corp., Cablevision Systems Corp., CIGNA Corp., Consolidated Edison Inc., DIRECTV, Dr Pepper Snapple Group Inc., Elizabeth Arden Inc., Great Atlantic & Pacific Tea Co. Inc., Kraft Foods Inc., Lear Corp., Level 3 Communications Inc., Liz Claiborne Inc., Magna International Inc., Playboy Enterprises Inc., Sara Lee Corp., Sotheby`s, United States Cellular Corp., Warner Music Group Corp., Weight Watchers International Inc., Alcatel-Lucent, ALTANA, AXA, Beiersdorf, BNP Paribas DEUTZ, elexis, GEA, HeidelbergCement, Commerzbank, LEONI, ProSiebenSat.1, Rofin-Sinar, Swiss Re und Zürich Financial an.

Wichtige Meldungen:

Der amerikanische Rundfunk- und Medienkonzern CBS Corp. meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass er im ersten Quartal 2010 trotz eines steigenden Umsatzanstiegs seinen Verlust reduzieren konnte.

Die Symantec Corp. veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2009/10. Dabei konnte der Hersteller von Sicherheits-Software wieder einen Gewinn ausweisen und die Erwartungen übertreffen.

Die amerikanische Prudential Financial Inc. veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Quartal 2010. Dabei konnte der zweitgrößte Lebensversicherer in den USA wieder einen Gewinn erzielen. (06.05.2010/ac/n/m)

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