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30.03.2012 08:36

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

Deutsche Lufthansa zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes rutschten im gestrigen Handelsverlauf tiefer in die Verlustzone. Dabei wurde die Stimmung am Markt durch Konjunktursorgen belastet. Zudem standen zahlreiche Zahlenausweise aus der zweiten Reihe im Blickfeld der Investoren. Der DAX verlor zuletzt 1,77 Prozent auf 6.875,15 Punkte. Der MDAX gab um 1,36 Prozent nach auf 10.531,92 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 1,46 Prozent nach unten auf 5.174,65 Zähler, während der TecDAX um 1,51 Prozent auf 782,18 Punkte zurückfiel.

Asiatische und US-Börsen:

Die wichtigsten Indizes an der Wall Street zeigten am Donnerstag auch zum Handelsschluss einige negative Tendenzen, wobei die Verluste aus dem Tagesverlauf stark reduziert wurden. Dabei hatten die Märkte lange Zeit vor allem unter einer schwächer als erwarteten Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt zu leiden. Der Dow Jones konnte sich aber mit 0,15 Prozent auf 13.145,82 Punkte ins Plus retten, während der NASDAQ Composite 0,31 Prozent auf 3.095 Zähler nachgab. Der S&P 500 tendierte zum Handelsschluss um 0,16 Prozent leichter bei 1.403,28 Punkten. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.112,00 Punkten (+34,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.765,50 Punkten (+7,25 Punkte) und der S&P Future bei 1.400,60 Zählern (+2,40 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den uneinheitlichen Vorgaben der US-Börsen mehrheitlich schwächer. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,31 Prozent bei 10.083,56 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,64 Prozent im Minus bei 20.476,78 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,09 Prozent zulegt auf 2.254,24 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,02 Prozent auf 138,34 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.937 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.934,25 Zählern (+0,6 Prozent).

In Deutschland stehen heute der Einzelhandelsumsatz und die Finanzen der öffentlichen Haushalte an. Ferner werden in Japan die Verbraucherpreise und die Industrieproduktion bekannt gegeben, während in Euroland die Vorabschätzung zur Inflation in der Eurozone ansteht. Aus den USA werden heute die persönlichen Einkommen und Auslagen, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex und die Verbraucherstimmung gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Motorola Solutions, Koenig & Bauer, Medion, SÜSS MicroTec und Gigaset an.

Der deutsche Markt am Donnerstag:

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich im Februar 2012 erneut erhöht, womit sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt hat. Dies gab das Statistische Bundesamt bekannt. Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland bei knapp 41,1 Millionen Personen. Das waren 1,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Im Januar hatte die Zahl der Erwerbstätigen ebenfalls um 1,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis gelegen. Unterdessen verringerte sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen, die nicht nur bei Gründung eines Gewerbebetriebes erfolgen müssen, sondern auch bei Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme, im Jahr 2011 um 4,8 Prozent und betrug rund 821.200. Schließlich ist der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Februar 2012 deutlich geschrumpft. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) verkündete, sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 16 Prozent. Hierbei schrumpfte das Inlandsgeschäft um 12 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 18 Prozent nachgab.

Die Deutsche Lufthansa kündigte die Emission einer Umtauschanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2017 an, die nach Wahl der Anleihegläubiger in Aktien der US-Fluglinie JetBlue Airways umgetauscht werden kann. Das Papier gab um 2,5 Prozent nach. Im Dax notierte mit Fresenius Medical Care lediglich ein Wert mit 0,4 Prozent knapp in der Gewinnzone, während die rote Laterne von Papieren der Deutschen Bank mit einem Wertverlust von 3,6 Prozent getragen wurde.

STADA Arzneimittel (STADA Arzneimittel) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr den Konzernumsatz moderat steigern. Die ausgewiesenen Ertragskennzahlen waren in 2011 angesichts hoher belastender einmaliger Sondereffekte - maßgeblich auf Grund von Wertberichtigungen von Forderungen gegenüber verschiedenen serbischen Pharma-Großhandlungen - stark rückläufig, lagen aber operativ, d.h. unter Ausklammerung der einmaligen Sondereffekte, alle über den entsprechend bereinigten Ertragskennzahlen des Vorjahres. Indes bestätigte der Vorstand den bereits am 01.03.2012 veröffentlichten positiven Ausblick für die künftige Entwicklung des STADA-Konzerns. Das Papier stieg um 4,5 Prozent und behauptete sich damit an der Spitze des MDAX. Vossloh verbilligten sich daneben um 0,9 Prozent. Der Bahntechnikkonzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis. Wesentlich für diese Entwicklung waren Projektverschiebungen in China, die Lieferunterbrechungen in Libyen sowie eine Nachfrageschwäche in mehreren europäischen Märkten. Dagegen war die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Vossloh-Konzerns zum Ende des Geschäftsjahres 2011 so hoch wie nie zuvor. In einem für das Unternehmen operativ schwierigen Jahr erreichte der Auftragsbestand mit rund 1,5 Mrd. Euro ein Rekordniveau. Indes wird eine unveränderte Dividende vorgeschlagen. Der Vossloh-Konzern rechnet allerdings damit, dass im laufenden Geschäftsjahr und im Jahr 2013 Umsatz und Ergebnis wieder steigen.

Wichtige Meldungen:

Die Crédit Agricole S.A. kündigte am Donnerstag an, dass man das asiatische Brokerage-Geschäft CLSA an die CITICS Securities Co. (CITIC Securities) verkaufen möchte. Dabei soll das europäische Brokerage-Geschäft Cheuvreux nicht Teil des Deals sein.

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss einen Ergebnis- und Umsatzrückgang für das vierte Fiskalquartal 2011/12 bekannt. Während die Zahlen unterhalb der Erwartungen ausfielen, enttäuschte der Konzern noch mehr mit der Aussage, künftig keinen Ausblick mehr zu veröffentlichen. Zudem wurde bekannt gegeben, dass der frühere Co-CEO Jim Balsillie das Board of Directors verlässt. (30.03.2012/ac/n/m)

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