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30.04.2012 08:34

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Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

Daimler zu myNews hinzufügen Was ist das?


Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes notierten im Freitaghandel in der Gewinnzone, obwohl die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) die Bonität des hoch verschuldeten Euro-Mitglieds Spanien deutlich herabgestuft hat. Im Blickfeld der Anleger standen zudem diverse Quartalsbilanzen. Der DAX gewann zuletzt 0,91 Prozent auf 6.801,32 Punkte. Der MDAX legte um 1,38 Prozent zu auf 10.910,11 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 1,04 Prozent nach oben auf 5.148,38 Zähler, während der TecDAX um 0,62 Prozent auf 791,48 Punkte anzog.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes retteten ihre Gewinne in den Feierabend und verabschiedeten sich mit positiven Vorzeichen ins Wochenende. Der Dow Jones gewann abschließend 0,18 Prozent hinzu auf 13.228,31 Zähler. Der NASDAQ Composite notierte zum Handelsschluss 0,61 Prozent fester bei 3.069,20 Punkten und der S&P 500 ging mit einem Plus von 0,24 Prozent auf 1.403,36 Zähler aus dem Handel. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 13.179,00 Punkten (+15,00 Punkte), der Nasdaq Future bei 2.740,50 Punkten (+3,75 Punkte) und der S&P Future bei 1.400,20 Zählern (+1,70 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich trotz der guten Vorgaben der US-Börsen unentschlossen. Dabei steht in China der Hang Seng derzeit mit 1,63 Prozent im Plus bei 21.080,45 Punkten. Feiertagsbedingt bleiben die Börsen in Japan und Schanghai geschlossen.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,07 Prozent auf 140,82 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.845 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.811,00 Zählern (+1,0 Prozent).

In Deutschland stehen heute der Einzelhandelsumsatz, Großhandelsumsatz und Tarifindex an. Ferner werden in Spanien das BIP und in der EU die Verbraucherpreise bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die persönlichen Einkommen und Auslagen sowie der Einkaufsmanagerindex Chicago gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Anadarko, CNA Financial, Humana, Loews, McKesson, NYSE Euronext, Anheuser-Busch InBev, Erste Group Bank und C.A.T. oil an.

Der deutsche Markt am Freitag:

Die deutschen Außenhandelspreise haben sich im März 2012 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erneut erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 3,1 Prozent, nach einem Plus von 3,5 Prozent im Vormonat und 11,3 Prozent im März 2011. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 1,9 Prozent zu, während sie im Februar 2012 um 2,0 Prozent und im März 2011 um 4,9 Prozent geklettert waren. Unterdessen zeigt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im April gespalten. Während die gesamtwirtschaftlichen Aussichten optimistischer gesehen werden, verlieren die Einkommenserwartungen auf hohem Niveau leicht. Die Anschaffungsneigung muss deutlichere Verluste hinnehmen. Der Gesamtindikator prognostiziert für Mai 2012 einen Wert von 5,6 Punkten, nach revidiert 5,8 Zählern im April.

BASF (BASF) verteuerten sich am Freitag um 0,4 Prozent. Der Chemiekonzern musste im ersten Quartal 2012 einen Ergebnisrückgang hinnehmen, obwohl der Umsatz gestiegen ist. Dabei hatten die Margen unter erhöhten Rohstoffkosten zu leiden. Indes leisteten die Segmente Agricultural Solutions und Oil & Gas einen starken Ergebnisbeitrag. Der Ausblick für das Jahr 2012 wurde bestätigt. Daimler fuhren daneben mit einem Abschlag von 1,4 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller konnte im ersten Quartal 2012 einen Anstieg bei Umsatz und Gewinn erzielen. Die Ergebnisentwicklung ist durch die weiteren Absatzsteigerungen bei Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks geprägt. Für 2012 erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz den Absatz des Jahres 2011 von 2,1 Millionen Fahrzeugen übertreffen wird. Ferner geht Daimler davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2012 weiter zunehmen wird. Zudem strebt man im Jahr 2012 ein Konzern-EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres an.

Munich Re (Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft) brachen als Schlusslicht im Dax um 6,2 Prozent ein. Der Versicherungskonzern zahlt für das Geschäftsjahr 2011 eine unveränderte Dividende in Höhe von 6,25 Euro pro Aktie. Dem entsprechenden Vorschlag stimmten die Aktionäre in der gestrigen Hauptversammlung zu. Ferner flogen Deutsche Lufthansa um 2,1 Prozent vor. Die Fluggesellschaft plant einem Medienbericht zufolge offenbar die Gründung einer eigenen Billigfluglinie. Wie es heißt, wolle die führende deutsche Fluggesellschaft viele der innerdeutschen Strecken nicht mehr durch die Kranichlinie selbst, sondern durch die neue Billig-Airline abdecken. Dazu sollen laut dem Bericht die beiden Marken Germanwings und Eurowings zu einer neuen Billig-Fluglinie mit dem Namen "Direct 4 you" zusammengeführt werden. Auf Platz eins der Gewinnerliste im DAX rückten Deutsche Börse AG um 3,9 Prozent vor.

Wichtige Meldungen:

Der US-Flugzeughersteller Boeing Co. bestätigte am Freitag, dass er einen Auftrag von der China Eastern Airlines erhalten hat.

Der Automobilkonzern Volkswagen AG (Volkswagen vz) gab am Freitag bekannt, dass der tschechische Automobilhersteller ?KODA Umsatz, Ertrag und operative Marge im ersten Quartal 2012 deutlich steigern konnte. Auch weitere wichtige Kennzahlen wie Auslieferungen und Produktion bewegen sich nach den ersten drei Monaten dieses Jahres auf Rekordniveau. (30.04.2012/ac/n/m)

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